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Klein Nordende: Schnelles Internet für 95 Prozent der Einwohner

KLEIN NORDENDE Schnelles Internet wird für immer mehr Gemeinden zu einer Existenzfrage. Viele Neubürger suchen sich ihre Heimat ganz gezielt nach Standortfaktoren wie Schule, Kindergarten und eben einer guten Breitbandversorgung aus. In Klein Nordende hat die Politik reagiert und die Telekom beauftragt, für ein schnelleres Internet zu sorgen.

en-020614Die Bauarbeiten sind inzwischen beendet, und die Telekom hat viele Bürger bereits per Hausbesuch über die neuen Möglichkeiten informiert. Da das Thema von derart großer Bedeutung ist, lud die Gemeinde jüngst alle Interessierten in die Bürgermeister-Hell-
Halle ein. Uber 200 Stühle standen bereit. Doch es kamen nicht einmal 30 Zuhörer.

Nicht nur Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel zeigte sich erstaunt über den geringen Zuspruch. "Vielleicht wurden ja alle Bürger schon umfassend informiert", mutmaßte er. Man habe sich bei der Bestuhlung an Kölln-Reisiek orientiert. Dort seien bei einer vergleichbaren Veranstaltung rund 150 Zuhörer erschienen. Hätte man geahnt, wie wenig Bürger in die Heil-Halle kommen würden, hätte man die Info-Veranstaltung auch problemlos im Gemeindezentrum abhalten können. Dort sei Platz für maximal hundert Menschen. "Wir haben aber mit mehr gerechnet", so Schinckel.

Referent Andre Saggau von der Telekom ließ sich von der überschaubaren Zuhörerzahl aber nicht irritieren. Der Experte gab in seiner Einleitung erst einmal einen Überblick über die rasante technische Entwicklung der vergangenen Jahre. Dann wurde er konkreter. In Klein Nordende seien 4650 Meter Glasfasern eingezogen worden. Für 95 Prozent der Einwohner verbessere sich die Breitbandversorgung.

In der Gemeinde setze die Telekom zukünftig auf einen Mix aus Glasfaser- und Kupferkabelnetz. Dank der neuen Glasfaserkabel gebe es heutzutage eine "fast verlustfreie Übertragung". Die bekannten "grauen Kästen" an den Straßenecken seien durch acht "Multifunktionsgehäuse" ersetzt worden, erklärte Saggau. In der Regel gelte: Je näher ein solcher Kasten am Haus stehe, desto besser (also schneller) sei die Internetverbindung. Wobei die Geschwindigkeit des heimischen Computers natürlich auch vom individuell geschlossenen Vertrag abhängt. Auch hierauf ging Saggau ein. Ob andere Anbieter das neue Netz ebenfalls nutzen dürfen, hänge davon ab, ab diese wiederum entsprechende Verträge mit der Telekom geschlossen hätten.    caw

aus den Elmshorner Nachrichten vom 02.06.2014

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