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Hier sollen sich Störche wohlfühlen

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Betreuungsverein Liether Moor installierte ein neues Storchennest / Holzplattform auf einem acht Meter hohen Betonmast

KLEIN NORDENDE. Im Liether Moor soll es im nächsten Jahr wieder ein Storchennest geben. Der Betreuungsverein Liether Moor hat nicht nur den geeigneten Standort für das künftige Nest gefunden, sondern auch alle Vorraussetzung für den Nestbau geschaffen. "Ein lang ersehnter Wunsch wird wahr. Im Frühjahr kann der Storch kommen", sagte der erste Vorsitzende des Betreuungsvereins Liether Moor Otto Schinkel erfreut.

Der zweite Vorsitzende des Betreuungsvereins Wolfgang Heuer stellte den Platz zur Verfügung, weitere ehrenamtliche Helfer unterstützten beim Aufbau.

Ein acht Meter langer Betonmast wurde von der Firma Sahlmann gespendet, mit Baggerhilfe aufgestellt und mit einem 2,5 Kubikmeter starken Betonfundament versehen. Am oberen Ende des Mastes wurde eine Stahlkonstruktion angebracht, auf der sich jetzt eine Holzplattform und ein fest montierter Weidenkorb befinden. Der im Durchmesser 1,25 Meter große Korb wurde mit Heidekraut ausgepolstert. Damit wurden alle Voraussetzungen für den Nestbau für die Störche geschaffen.

"Ein Storchennest sollte in der Nähe einer Siedlung sein. Störche fühlen sich in einer freien Landschaft nicht wohl.

Gleichzeitig muss das Nest aber über vernünftige Anflugmöglichkeiten verfügen", erläutert Heuer die Ortswahl. "Das Landschaftsbild im Moor und Umgebung hat sich verändert. Es gibt viele Mähflächen, große, extensiv bewirtschaftete Flächen, es wurden etwa 15 Biotopgewässer und Feuchtgebiet angelegt", ergänzt Schinkel. Darüber hinaus gebe es die großen Teiche am Roten Lehm.

"Wir glauben, dass es im Liether Moor ein ausreichendes Nahrungsangebot für eine Storchenfamilie gibt", sagt Schinkel. Dafür spricht auch, dass im vergangenen Sommer wiederholt Störche im Moor gesehen wurden. "Es ist zu hoffen, dass das, was wir uns ausgedacht haben, einem jungen Storchenpaar gefällt. Wir werden in den nächsten Jahren sehen, ob sich unsere Bemühungen gelohnt haben", sagt er.

Schinkel weist in diesem Zusammenhang schon einmal auf die Jahreshauptversammlung des Betreuungsvereins am Montag, 28. Januar 2013, hin. Der Storchenvater aus Bergenhusen wird als Gastredner über das Storchenleben berichten. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 01.12.2012

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