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Wolf präsentiert "Oktoberlied"

Schaubuden-Moderator zeigt sich von einer neuen Seite und vertonte Gedichte von Storm

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Rüdiger Wolff kombinierte gekonnt Gedichte und Erzählungen von Theodor Storm mit Biografischem und der einen oder anderen Anekdote. MKA

KLEIN NORDENDE Viele Menschen verbinden mit dem Namen Rüdiger Wolff den Moderator von Sendungen wie "Die aktuelle Schaubude" oder "Wunderschöner Norden". Bekannt ist Wolff auch als Schlagersänger und Schauspieler. Mit dem norddeutschen Dichter Theodor Storm bringen ihn wahrscheinlich die Wenigsten in Verbindung.
Wer sich allerdings auf seinen Auftritt im Klein Nordender Töverhuus mit dem Titel "Oktoberlied" einließ, wurde von einer ganz anderen Seite des Künstlers überrascht. Gedichte von Theodor Storms, Auszüge aus dem Schimmelreiter, Pole Poppenspäler und dem Kleinen Häwelmann standen auf dem Programm.
Wie ein roter Faden zogen sich 13 Gedichte von Storm, unter anderem "Oktoberlied", "Das Mädchen mit den hellen Augen", "Zwischenreich" oder "An die Freunde" durch das Programm. Die meisten Gedichte hatte Wolff selbst vertont.
Mal im Tango-Rhythmus, mal als Walzer oder Chanson ließ der Künstler die Gedichte erklingen und rundete seine Vorträge mit Interessantem aus dem Leben Storms ab. Teilweise andächtig und sehr aufmerksam verfolgten die knapp 50 Besucher die Darbietungen. Es war Wolff während seines gesamten Auftritts anzumerken, dass ihm Leben und Werk Storms viel bedeuten und er sich damit intensiv beschäftigt hat. Fünf Jahre hat der Künstler an der Vertonung der Gedichte gearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen. Wolffs Großvater, der Glückstädter Pianist und Komponist Alfred Huth, brachte dem damals sechsjährigen die ersten Gedichte von Storm nahe, gab ihm Klavierunterricht und bildete ihn in Kompositions- und Harmonielehre aus. Mit "Oktoberlied" ist Wolff wieder bei diesen Wurzeln angekommen.
Guntram Gundschun vom Klein Nordender Kulturausschuss brachte die Atmosphäre des Abends abschließend auf den Punkt: "Wenn mein Lehrer mir Theodor Storm so nahe gebracht hätte, dann wäre ich ein absoluter Storm-Fan." M. Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 01.11.2010

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