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Wassertropfen und Delfine: Diese Autorin zieht Schüler in ihren Bann

Wassertropfen und Delfine: Diese Autorin zieht Schüler in ihren Bann

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KLEIN NORDENDE. "Das Lesen ist und bleibt die wichtigste Kulturtechnik. Für jeden gibt es ein Buch, das ihn fesselt, ermuntert, tröstet und glücklich macht. Wir bringen Autoren und Schüler zusammen und schaffen dadurch neue Leserinnen und Leser und mehr Interesse für Bücher", das hat sich der Friedrich-Bödecker-Kreis auf die Fahnen geschrieben.

Die Grundschule Klein Nordende-Lieth nutzt alljährlich die Förderung des Friedrich-Bödecker-Kreis und organisiert für ihre Schülerinnen und Schüler eine Autorenlesung. In diesem Jahr war Iris Lemanczyk zu Gast in Klein Nordende.

Für die Erstklässler hatte sie die "noch nicht ganz fertig geschriebene" Geschichte "Flutsch, der Wassertropfen" im Gepäck. Die Autorin erzählte nicht nur von "Flutsch", sondern lud die Kinder ein, an der Entwicklung der Geschichte rund um den Wasserkreislauf mitzuarbeiten.

Den Zweitklässlern wiederum stellte Lemanczyk das Buch "Mein Lehrer kommt im Briefumschlag" vor. Hier zeigte sich, dass die Autorin es nicht nur verstand, die Kinder in die Lesung mit einzubinden, sondern dass Lemanczyk aus ihren eigenen Erlebnissen und Reisen spannende Geschichten webt. Gefesselt ließen sich die Jungen und Mädchen die Geschichte von Ben, dem verwundeten Delfin "Cilly" und vernachlässigten Hausaufgaben erzählen.

Das Besondere: Kenntnisreich und detailliert, aber nie langweilig, erzählt Lemanczyk von der Umgebung, der besonderen Situation in Neuseeland, die Basis der Erzählung ist. Ben und seine Geschwister leben nämlich an der Küste Neuseelands, an einem Ort, der nicht mit dem Auto zu erreichen ist. Die Schulaufgaben kommen regelmäßig per Hubschrauber und müssen im Laufe von 14 Tagen abgearbeitet werden. Ein verletzter Delfin bringt für Ben diese Routine gewaltig durcheinander.

"Das Buch baut eine Brücke zwischen der eigenen kleinen und der großen Welt", so die Autorin. Die Schulkinder waren von der Lesung ebenso begeistert, wie Barbara Haelbich, die die Veranstaltung organisiert hatte. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 01.03.2013

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