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Betreuungsverein wächst weiter

Betreuungsverein wächst weiter

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Otto Schinkel als Vorsitzender des Betreuungsvereins Liether Moor im Amt bestätigt. Verein hat weitere Grundstücke gekauft.

KLEIN NORDENDE. Otto Schinkel bleibt Vorsitzender des Betreuungsvereins Liether Moor. Die 41 anwesenden Vereinsmitglieder bestätigten ihn während der Hauptversammlung im Gemeindezentrum. Auch Kassenwartin Renate Huckfeld und die beiden Beisitzer Jan Heilmann und Dietmar Stockschläger wurden in ihren Ehrenämtern wiedergewählt. Erfreuliches hatte Vereinschef Schinkel in seinem Jahresbericht zu verkünden. Der Betreuungsverein wächst weiter. Zählte man zu Jahresbeginn 2012 noch 158 Mitglieder, so waren es Ende Dezember bereits 165. Schinkel dankte "allen Mitgliedern für ihre Treue, die zahlreichen Spenden von fünf bis 1500 Euro, sowie für die freiwillig geleistete Arbeit".

en-010213bArbeit ist ein gutes Stichwort. Denn zu tun gibt es im Betreuungsverein meist mehr als genug. Auf den großen Flächen der Robustrinderweiden wurden 2012 die Binsen gleich zweifach gemulcht, um den Graswuchs zu fördern. "So entsteht wieder eine extensive Weidelandschaft, die für Wiesenvögel ein ideales Brutgebiet ist", erklärte Schinkel. Weiter voran geht es auch im Seestermüher Moor, wo vier verschiedene Biotop-Landschaften entstehen sollen. Unter anderem ist angedacht, rund zwei Hektar Fläche an der Bahn einzuwallen, um ein Feuchtbiotop entstehen zu lassen. Als "Höhepunkt der Biotopmaßnahmen" beizeichnete Schinkel die Errichtung eines Storchennestes im Garten von Vereinsmitglied Wolfgang Heuer. "Wir glauben, dass ein Storch im Liether Moor genügend Nahrung findet, um hier eine Familie großziehen zu können", sagte der Vereinsvorsitzende. Passend zum Thema hatte er Kai-Michael Thomsen eingeladen. Der Storchenexperte aus Bergenhusen referierte nach der Sitzung über das Thema "Der Weißstorch - ein Vogel von Welt".

2012 kaufte der Betreuungsverein zwei weitere Flecken Land mit einer Fläche von insgesamt 10 924 Quadratmeter. "Somit verfügen wir nun über 29,67 Hektar Eigenland und einen Hektar Nutzungsrechte", so Schinkel. Im Biotop Beeken wurde im Frühjahr eine Wildwiese angelegt, ferner wurden 450 Meter Knickwall und 850 Sträucher und Bäume gepflanzt. Im Seestermüher Moor wurden 32 neue Kopfweiden gesetzt. "Leider sind offensichtlich nicht alle angewachsen", sagte Schinkel. Zu den unerfreulichen Dingen gehörte 2012 auch der Tod eines Bullen der Robustrinderherde. Schuld sei "ganz eindeutig" der Wasserschierling. Maßnahmen gegen die hochgiftige Pflanze würden noch beraten, so Schinkel. Erfreulich sei hingegen, dass das Liether Moor von der Unteren Naturschutzbehörde als Fördergebiet für das Moorschutzprogramm Schleswig-Holstein vorgeschlagen worden sei. "Das Programm sieht eine Maßnahmenförderung von 25 000 Euro vor." Wenn der Maßnahmenkatalog vorliege, wolle man entscheiden, "ob wir mitmachen oder nicht", so Schinkel. caw

aus den Elmshorner Nachrichten vom 01.02.2013

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