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Ein kleines Stückchen Geschichte im Bezirks West

Der für den TC an der Schirnau aufschlagende Jamie Luke Fichtenmeier sichert sich den letzten Bezirksmeister-Titel, der im Westen von Schleswig-Holstein vergeben wird

KLEIN NORDENDE Gewisser­maßen hat Jamie Luke Fich­tenmeier aus Klein Norden­de ein Stückchen Tennis-Ge­schichte geschrieben - wenn auch vielleicht nur ein sehr kleines. Sicher aber ist: Er ist der letzte Bezirksmeister des Bezirks West in der Alters­klasse U14. „Gerechnet da­mit habe ich nicht“, freute er sich. Die Titelkämpfe auf die­ser Ebene werden nach der Reform des Schleswig-Hol­steinischen Tennis-Verban­des durch offen ausgeschrie­bene Verbands-Cups und ge­schlossene Regions-Cups er­setzt.

Die Beteiligung jetzt auf den Plätzen des TC Holstein Quickbom war nach den Worten von SHTV-Pressesprecher Ulrich Lhotzky-Knebusch „überschaubar“ und seien hinter den Erwar­tungen zurück geblieben. „Jedoch war die Spielqualität teils sehr hoch“, betonte er. Für Niklas Korzekwa (LTC Elmshorn) bedeutete dies in der Altersklasse U16, dass er nach einem Zwei-Satz-Erfolg über Maxim Chekalin (TV Uetersen) im Viertelfinale gegen Christian Reer aus Hamburg ausschied.

In die Gefahr, vorzeitig die Segel streichen zu müssen, war Jamie Fichtenmeier, der seit mehr als vier Jahren für den TC an der Schirnau in Kaltenkirchen spielt, in den ersten drei Runden des Tur­niers nicht gekommen. Schon das war eine Überra­schung, denn gegen Lasse Buschmann (SV Trelde-Kakenstorf/Niedersachen) hat­te er vor dem 6:3,6:0 im Halb­finale noch nie gewonnen.

Auch gegen Finalgegner Finley Träbing (SV Henstedt- Ulzburg) war der 14 Jahre al­te KGSE-Schüler erst vor drei Wochen im Punktspiel als Verlierer vom Platz gegan­gen. Und Sonntag sah es fast zwei Sätze nach einer weite­ren Niederlage aus. Nach ver­lorenem ersten Satz lag der Klein Nordender im Tiebreak von Durchgang zwei bereits 2:4, drei Punkte vom Match­verlust entfernt, zurück. Doch so leicht wollte er nicht aufgeben. „Ich habe mich dann reingebissen und die Wende geschafft“, sagte der Rechtshänder, der wie die meisten Spieler seiner Gene­ration die Rückhand beid­händig schlägt. Fichtenmeier holte den Satz mit 7:6 und ge­wann anschließend auch den Match-Tiebreak als Ersatz für Durchgang drei 10:5.

Jamie Fichtenmeier hofft, mit diesem Titel das Ticket fürs Hauptfeld bei den Lan­desmeisterschaften am letz­ten Juni-Wochenende in der Tasche zu haben. Ab morgen schlägt er beim Pfingst-Turnier der SV Blankenese in Hamburg auf. Michael Bunk

Elmshorner Nachrichten, 29.05.2019

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