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Die Problem-Halle - bald ist sie fertig

Und das konnten Sie in den Elmshorner Nachrichten lesen:

Wenn alles so weitergeht, wird die neue Klein Nordender Mehrzweckhalle mit einem Dorffest vom 12. bis 14. August eingeweiht.
Von Gerd Nelaimischkis

Klein Nordende. "Es ist ein schönes Gefühl, wenn der Schornstein raucht!" Siegfried Schultz und Hans-Barthold Schinckel sehen dabei recht zu­frieden aus. Denn seit Mitte Ja­nuar ist wieder Le­ben auf der Baustelle Mehrzweckhalle und erstmalig funk­tioniert auch die Hallenheizung, freu­ten sich der Vorste­her des Schulverban­des Klein Nordende-Lieth und Bauherr der Halle zusammen mit dem Bürgermeister. Entsprechend wird mit der Endrei­nigung nach Abschluß aller Bauarbeiten am 15. Juli und mit der Einweihung nach den Sommerferien gerechnet. Auch ste­hen schon die Belegungspläne der Halle durch Schule, SV Lieth und Gemeinde. Was noch nicht ganz steht, sind die Konzepte der Bewirtung und Reinigung.

Beide Bauträger können auch schon einige sehr positive Fortschritte vermelden. So darf der viel zu große, überdimen­sionierte Heizkessel jetzt auch benutzt werden. Der Kreis Pin­neberg, so Siegfried Schultz, ha­be dazu sein O.K. gegeben. Ganz wichtig sei auch, daß der Betrieb dieses großen Kessels keine Mehrkosten gegenüber einem normalen Heizkessel verursache, da er mit niedrigen
Temperaturen gefahren wer­den kann.

Ein weiterer Schritt nach vor­ne ist der Anschluß an die Ver­sorgungsleitungen der Stadt­werke Elmshorn. Die dafür not­wenige, bisher fehlende Wand wurde eingezogen und eine zu­sätzliche Außentür eingebaut. Daß es diese deutlichen Fort­schritte nach dem Baustopp gibt, dafür machen Schultz und Schinckel die neue Bauaufsicht "verantwortlich". "Die Zusam­menarbeit macht jetzt richtig Spaß!"

Die Bauaufsicht sei sehr auf­merksam, gehe ruhig an Proble­me heran und in­formiere die Bau­träger aktuell und umfassend. Nach dem Start 2003 und dem Baustopp vom Sommer 2003 bis Ende 2004 wegen Planungs- und Ausführungs­mängel des Ar­chitekten sicher auch ein Fort­schritt.

Das Konzept der Sanierer des Neubaus sehe vor, daß erst das Nebendach in Ordnung ge­bracht wird, dann die Räume darunter, erläuterte Siegfried Schultz. Wenn das Wetter es zuläßt, wird das von außen zu-gängige Wärmedämmver­bundsystem abschnittsweise saniert.

Größtes Problem im Dachbe­reich sind die Dampfsperren. Kunststoffolien, die beim er­sten Einbau an vielen Stellen zerschnitten oder beschädigt worden sind. Um diese Folien austauschen zu können, müs­sen in den Innenräumen die darunterliegenden Lüftungska­näle ausgebaut werden. Im Rahmen dieser Maßnahmen
müssen auch weitere Lüftun­gen eingebaut werden, die der Architekt schlicht vergessen hatte: In der Küche gibt es eine riesige Abzugshaube, aber keine Zu- und Abluft. Lüftun­gen fehlen auch im Foyer und in den Toiletten des Schulbe­reichs. Ausgewechselt werden müssen im Foyer- wie im Büh­nenbereich die Decken. Statt normaler Decken müssen hier Akustikdecken eingezogen werden, die den Schall schlucken. Arg getroffen von Baumän­geln ist die Spielvereinigung Lieth in ihrem Hallenbereich. Dort muß nicht nur das Pro­blem der Dampfsperren beho­ben werden, auch die Bodenab-klebungen im Krafttrainings­raum müssen erneuert werden. Und die von Raum zu Raum verlegten Heizungsleitungen sind bei den Wanddurchbrü­chen nicht abgedichtet worden, sondern der Estrich ist nur darüber gelegt worden. In den Naßräumen haben die Wände schon jetzt Risse.

Ganz frisch auf dem Tisch lie­gen die seit September 2004 überfälligen Bau- und Technik­gutachten. "Was da drin steht, wissen wir noch nicht. Der Sta­pel muß erst noch gelesen wer­den", so Siegfried Schultz.

Offen sind noch die Kosten des Mehrzweckhallenneubaus,
die durch Baustopp und Sanie­rung des Neubaus von ur­sprünglich 2,67 auf 3,7 Millio­nen Euro gestiegen sind.

Mit der Differenz von 1,03 Millionen Euro ist die Gemein­de in Vorlage getreten. "Wie­viel die Gemeinde davon wie­derbekommt, wird das Gericht letztlich entscheiden müssen", sagt Klein Nordendes Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel.

"Die Zusammenarbeit macht jetzt richtig Spaß. Es ist ein schönes Gefühl, wenn es voran geht." Hans-Barthold Schinckel

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