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Die Mehrzweckhalle im Pressespiegel

Pinneberger Zeitung vom 13./14. August 2005 (Beilage des Hamburger Abendblattes):

GUTES ENDE NACH PANNENSERIE

Klein Nordende feiert endlich seine Halle

Knapp vier Millionen Euro haben sich der Schulverband und die Gemeinde ihr neues Schmuckstück kosten lassen.
Michael Rahn
Klein Nordende

"Warum bist du so rot im Ge­sicht", wollte ein Steppke gestern Morgen von Klein Nordendes Schulleiterin Ursula Francke wis­sen. "Weil ich so aufgeregt bin und mich so freue", verriet die Rektorin. Der Grund für den An­stieg des Kreislaufs stand nur we­nige Meter entfernt: die neue Mehrzweckhalle. Dort sollte we­nig später Einweihung gefeiert werden, und die Rektorin gehörte zu den Rednern.
Drei Jahre lang hatten sie, ihre Kollegen und Schüler sehnsüch­tig auf diesen Moment gewartet. Auch diejenigen, die beim Abriß der alten Halle gerade einge­schult worden waren, werden viel von der neuen Halle haben. Denn außer der Schule werden die Spielvereinigung Lieth und die Gemeinde das Gebäude nut­zen, und an den beiden kommt kaum jemand vorbei.
Das will wahrscheinlich ohne­hin niemand. Ein Beispiel: Drei Mädchen aus der ehemaligen Vierten durften mit ihrer Rekto­rin schon mal vorab in die Halle gucken. Den Kommentar der Mädchen gab Ursula Francke während ihrer Rede zum Besten: "Man rafft das nicht!"
Und Kindermund tut Wahrheit kund: "Das ist cool, riecht aber noch ein bißchen", staunte ein anderes Kind über die "Luxushal­le", wie sie ein Mitschüler be­schrieb. Ein Knabe fragte die Lehrerin mit leuchtenden Augen: "Turnen wir hier drin auch mal?"
Der Schulsport ist eine von vie­len Möglichkeiten, wie die Halle genutzt werden wird. Was sonst noch so möglich ist, erlebten die Gäste der Einweihungsfeier ge­stern. Dazu gehören Auftritte von Gruppen auf einer großen Bühne, die im Anbau schnell aus einem Gymnastikraum umgewandelt werden kann - ausgeleuchtet mit hervorragender Technik.
Um die Mehrzweckhalle herum stehen außerdem ein Fitness­raum sowie Umkleide- und Sanitärräume zu Verfügung. Darüber hinaus wird der Gast in einem großzügig gestalteten Eingangsbereich mit viel Glas und Tresen empfangen - "ein tolles Haus für sportliches und gesellschaftliches Miteinander", urteilt Schulleite­rin Francke. Sie glaubt, daß sich so ein Projekt nur in wenigen Ge­meinden dieser Größenordnung findet. Die Rektorin lobt die Ver­antwortlichen in Sportverein, Schulverband und Gemeinde, nachdem sie Wassereinbrüche, technische und andere millionen­teure Fehler in den vergangenen Jahren hatten wegstecken und reparieren lassen müssen: "Sie haben vor fünf Jahren einen her­ausragenden und mutigen Ent­schluß getroffen."

Nach mehrjähriger Verzögerung endlich fertig:
Die Mehrzweckhalle präsentiert sich mit gläserner Front vom Sportplatz aus in Klein Nordende.
Stolz darauf sind: Michael Bartl (Vorsitzender SV Lieth, v. l.), Rektorin Ursula Francke, Sieg­fried Schultz (Schulverbandsvorsteher) und Archi­tekt Ulrich Hillhagen.
Foto: Rahn


Uetersener Nachrichten vom 13./14. August 2005:

Knickei II abgebogen
Klein Nordende eröffnet Mehrzweckhalle / Rechtsstreit dauert an

Eine Gemeinde läßt eine Mehrzweckhalle bauen. Es soll das Schmuckstück des Ortes werden. Doch dann siedelten sich wegen defekter Dachkonstrukti­on Schimmelpilzkolonien an. Die Arbeiten wurden vorerst gestoppt. Dieses Szenario spielt nicht am Halstenbeker "Knickei", sondern in Klein Nordende. Und dort nahm die Geschichte ein glückliche­res Ende, - vorerst.
Von Micheile Kossei


Klein Nordende. Hans-Barthold Schinckel, Bürgermeister der Gemeinde, wirkt erleichtert während der Einweihungsfeier der Mehrzweckhalle an der Schulstraße. "Endlich ist das Gebäude fertig", so der Ortschef in seiner Festansprache, zu der sich etwa 200 Gäste eingefunden hatten. Etwa drei Jahre haben die Bauarbeiten in Anspruch genommen. Der Grund: Pfusch am Bau verzögerte den Zeitplan erheblich. Außerdem mußten erheblich mehr Finanzmittel aufgebracht werden, als zunächst aufgestellt wurden. Besonders die Grund­schulkinder und die Sportler der Spielervereinigung Lieth lit­ten unter der vorherrschenden Situation. Nun jedoch wird das Gebäude für Training und Punktspielbetrieb sowie für den Schulsport freigegeben. Weiter­hin können in der Halle Thea­ter- und Musikvorstellungen aufgeführt werden. Bestuhlung für 400 Personen ist vorhan­den. Und das die Akustik gut ist, davon konnten sich die Gä­ste der Einweihungsfeier über­zeugen, als ein anspruchsvolles Gitarrenkonzert präsentiert wurde. "Es ist eben doch ein Schmuckstück geworden", so der Bürgermeister.

WIE ALLES BEGANN
Die Arbeiten erfuhren eine massive Verzögerung, als 2003 Fehler am Bau offen­sichtlich wurden. Der Grund: Nachdem das Dach über dem Rohbau der Halle gedeckt war, hat es häufigere Wassereinbrüche gegeben. Außerdem bildete sich Schimmel an den Dachbalken und der Isolier­schicht. Im Auftrage des Am­tes Elmshom-Land wurden Gutachten erstellt. Fazit: Die feuchten Bereiche sind auf gravierende konstruktive Mängel der gesamten Dach­stuhlkonstruktion zurückzu­führen.
"Im Kreis Pinneberg wurde unsere Halle schon das Knick­ei Nummer Zwei genannt", so der Bürgermeister. Der zustän­dige Architekt konnte keine überzeugende Antwort auf die berechtigten Einwände finden. Daraufhin hatte der Schulverband beim Landge­richt ein Beweissicherungs­verfahren beantragt. Wäh­rend eines Baustopps ermit­telten Sachverständige die Si­tuation. Das Ergebnis: "Die Beseitigung der Mängel wird 1,3 Millionen Euro kosten. 2,67 Millionen Euro wurden einst für die Errichtung der Halle veranschlagt. Nun sind es 4 Millionen Euro gewor­den", so Schinckel. Die Ge­meinde mußte in Vorleistung treten und im Rahmen eines Nachtragshaushaltes eine Kreditaufnahme bewilligen. Jedoch rechnet der Bürger­meister damit, "daß die Schadensverursacher das ausgelegte Geld zurückzahlen müssen. Denn es läuft ein Gerichtsver­fahren. Gutachten bestätigen massive Planungsfehler. Au­ßerdem wurden Anstrengun­gen unternommen, den Bau zu retten. Defekte Dämmun­gen seien entfernt worden, neue Estriche wurden einge­zogen, und das Wärme Ver­bundsystem mit der Anbin­dung an das eingeschossige Flachdach mußte erneuert werden. "Wir sind vorgegan­gen als hätten wir es hier mit einem 20 bis 30 Jahre alten Gebäude zu tun", so der neue zuständige Architekt Ulrich Hillhagen. Es sollte kein Flickwerk sein, sondern Neubauquaiität aufweisen, "so daß al­le Flächen in Zusammenhang saniert werden mußten."


Elmshorner Nachrichten vom 13. August 2005:

Klein Nordende hat jetzt eine Hell-Halle

Rund 200 geladene Gäste sind gestern zur Einwei­hung und Taufe der Klein Nordender Bürgermeister-Heil-Halle gekommen.
Von Gerd Nelaimischkis

Klein Nordende. Nun hat die Mehrzweckhalle einen Namen: Gestern nachmittag taufte Bür­germeister Hans-Barthold Schinckel das bekannte Bau­werk auf den Namen Bürgermeister-Hell-Halle, indem der ehemalige Kapitän eine Sektfla­sche über einem Findling mit
dem Namenszug der Halle aus­ goß. Den obligatorischen Spruch "Und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel" verkniff sich Schinckel al­lerdings. Denn eingedrungenes Wasser hatte von 2003 bis 2004
zum Baustopp der Halle ge­führt.
"Günter Hell hatte sich sehr große Verdienste erworben", würdigte Schinckel den Na­mensgeber vor den Gästen, dar­unter als Ehrengäste Sohn Jo­hannes Hell mit Ehefrau Sabine und Bruder Hermann Hell. Günter Hell sei von 1950 bis 1966 Vorsitzender des SV Lieth gewesen, habe 1962 die Wähler­gemeinschaft gegründet und sei 32 Jahre, von 1966 bis zu seinem Tod 1998, Bürgermeister gewesen.
Begonnen hatte die offizielle Einwei­hungsfeier bereits am Vormittag. Deutlich wurde dabei, daß es sich um eine Mehr­zweckhalle für Sport-
und kulturelle Veran­staltungen handelt: Schüler der Grund­schule turnten und sangen, Mitglieder des SV Lieth stellten Spar­ten des Sportvereins vor und Dr. Karin Gräber gab zusam­men mit Sohn Arvid das erste Konzert in der Halle.
"Die Halle ist ein Schmuck­stück geworden", übermittelte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek zugegebenermaßen "etwas neidische" Grüße aus Elmshorn. Begeistert von der "Luxushalle" seien auch die Schulkinder, berichtete Schul­leiterin Ursula Francke.
Mit viel Humor geleitete Mo­derator Guntram Gudschun die drei Bauherren an das Redner­pult. Bereits 1985 sei angesichts der alten, maroden Halle die Idee einer neuen Halle gebo­ren worden, erinnerte Schulver­bandsvorsteher Siegfried Schultz. Im Juli 2002 sei der Grundstein gelegt und bereits im De­zember 2002 das Richtfest gefeiert worden. Anfang 2003 habe es dann Wassereinbrüche mit der Folge des Baustopps und des Architektenwechsels gegeben.
"Dem Baustopp", so erin­nerte Schinckel weiter, "folgte die sehr anstrengende weil un­endlich langsame Gutachter-Zeit." Heute aber könnten sich alle über die wunderschöne Halle freuen. Die Halle, betonte Architekt Ulrich Hillhagen, sei jetzt voll und ganz in Ordnung.


Elmshorner Nachrichten vom 15.August 2005

"Hervorragend": Nur Lob für die neue Hell-Halle

Klein Nordende (ne). Der Tag der offenen Tür der Bürgermeister-Hell-Halle am Sonnabend nachmittag hatte Volksfestcha­rakter. Massen drängten sich in die Halle, um die Räume des neuen Bauwerks zu bestaunen oder die Ansprachen von Schulverbandsvorsteher Sieg­fried Schultz, Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel, Schulleiterin Ursula Franke oder des SV-Lieth-Vorsitzenden, Michael Bartl zu hören. Dichtgedrängt standen die Be­
sucher auch bei den sportli­chen Präsentationen der Spar­ten des SV Lieth, der DRK-Gymnastik-Gruppe oder den Tanz­einlagen des TTC. Viel Beifall gab es auch für die Kostproben des Chores Viva la musica, des Bugenhagen-Gospelchors, der Laienspielgruppe Kellermüs und der Musikgruppe Speelwark.
Die Besucher äußerten sich durchweg positiv über die Hal­le: "Daß das so ein schönes Ding wird, damit hatten wir nicht gerechnet", meinten ein­mütig die Hallennachbarn Kurt Janitz und Peter Schütt. Innen und außen sehe die Halle ein­malig gut aus. Auch Bühne und Akustik seien hervorragend. "Wir freuen uns sehr, die Halle künftig gelegentlich auch für unsere Jugendfeuerwehr nut­zen zu können", sagten die Ju­gendwarte Frank Thomsen und Norbert lllchen. Denkbar wä­ren beispielsweise sportliche Treffen mit den Partnern der Jugendfeuerwehrgemeinschaft aus Groß Nordende, Heidgra­ben und Seester, um den Nach­wuchs fit zu halten.
"Wir werden mit unseren Helferinnen bei Veranstaltun­gen dabei sein", sagte DRK-Vor­sitzende Angela Finnern. Als eine "großartige Sache" be­zeichnete auch Rolf Weers, Vorsitzender der Schützenbrüderschaft Weidmannsheil, die neue Halle. Wenn die Besucher der Schützenfeste und Bälle wieder zunehmen, würden die Schützen gerne hierhin ausweichen. Nur eine kleine Kritik hatte der Elmshorner Harald Rosenburg: "Für Fußballspiele hätte die Halle etwas größer sein können", so der Trainer der 1. D-Jugend des SV Lieth.
Etwas größer wünschte sich auch Joschua Langheim (11 Jahre) die Halle. Bei ihm zu Hause in Nordheim sei die Sporthalle größer. "Für ein Dorf wie Klein Nordende ist die Halle ein Schmuckstück", lenkte sein Großvater Horst Langheim aus Elmshorn ein. Von der Halle, aber auch von der Küche begeistert war Monika Kölln. "Es ist eine echte Mehrzweckhalle geworden", so die Klein Nordenderin. Zu hoffen und wünschen sei, daß die Halle ein wirklich richtiges Gemeinde­zentrum werde.
"Hervorragend", fand auch Jürgen Huckfeldt die wunder­schöne Halle. Wieviel und wie die Gemeinde die noch restli­chen Kosten tilgen werde, müsse abgewartet werden, sagte er.

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