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Die Akademie der Geowissenschaften

Akademie der Geowissenschaften zu Hannover e. V.
Präsident: Prof. Dr. Dr. b.c. Horst QUADE
Vizepräsident: Dr.-Ing. Gert LEIDNER
Geschäftsführer: Prof. Dr. Ernst-Rüdiger LOOK

Die "Akademie der Geowissenschaften zu Hannover e. V," die ursprünglich im Jahr 1986 als "Niedersächsische Akademie der Geowissenschaften" von der Landesregierung ins Leben gerufen wurde, ist ein Zusammenschluss führender Persönlichkeiten aus mit Geo-Problemen befassten Bereichen der Hochschulen, Unternehmen und Behörden. Die Akademie, deren Mitglieder auf Beschluss der Mitgliederversammlung berufen werden, hat sich inzwischen weit über die Grenzen Niedersachsens hinaus bundes- und auch schon europaweit als ein Forum des Erfahrungs- und Meinungsaustausches zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik einen Namen gemacht. Da die Themen der nachhaltigen Nutzung und des gleichzeitigen Schutzes von Geo-Ressourcen inzwischen eine Komplexität erreicht haben, die sie für Laien oft undurchschaubar macht, wecken sie vielfach eher Misstrauen als Verständnis. Daher kommt der Vermittlung von Hintergrundwissen in einer für die allgemeine und politische Öffentlichkeit verständlichen Sprache wachsende Bedeutung zu. In diesem Sinne sieht es die Akademie als eine ihrer vornehmsten Aufgaben an, einer breiteren Öffentlichkeit in Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausstellungen Themen und Probleme geowissenschaftlicher Forschung, geotechnischer Entwicklung und kulturtechnischer Planung nahezubringen und sie so in den Dialog zwischen Sachkundigen und Sachverständigen einzubeziehen.
Gerade in Ländern wie der Bundesrepublik Deutschland, wo der Untergrund aus Festgestein über weite Fläche von Lockerablagerungen verdeckt ist, die zu den "sensiblen Geotopen" gehören, können landesplanerische Maßnahmen und geotechnische Eingriffe durch die Nutzung der mineralischen und energetischen Rohstoffe, der Grund- und Oberflächenwässer, der Böden und des geologischen Baugrundes nachhaltige Auswirkungen auf den natürli-chen Kreislauf haben. Die vorsorgliche Abschätzung der Folgen und die Entwicklung wissenschaftlich wohlbegründeter und technisch realistischer Lösungsansätze erfordern neben
kompetentem Expertenwissen längst auch integrierenden Sachverstand, der die Grenzen eigener Erfahrung und einschränkender Zuständigkeiten ebenso überwindet, wie Geoprobleme die zufälligen Ländergrenzen überschreiten. Längst sind mit Geoproblemen nicht mehr nur Geologen, Bergleute und Ökologen befasst, sondern Experten aus einem breiten Spektrum von Berufen: solche, die im weitesten Sinne mit der Nutzung natürlicher Ressourcen zu tun haben, ebenso wie solche, die sich um die Erschließung der Landschaften und den Schutz der Natur kümmern, die dafür die verwaltungstechnischen und juristischen Voraussetzungen schaffen oder in politischen Gremien um den Abgleich von Interessen ringen. Je spezifischer ein Geoproblem ist und je mehr zu seiner Erkundung tiefgehender Sachverstand gefordert ist, desto gewichtiger wird ein fachübergreifendes Verständnis und die Befähigung zu fachübergreifender Verständigung. Dafür versteht sich die Akademie der Geowissen-schaften zu Hannover e. V. als ein Forum.
Die Akademie hat eine Vielzahl von Veranstaltungen, Symposien und Gesprächsrunden zu länderübergreifenden Geoproblemen durchgeführt und dazu zahlreiche Veröffentlichungen herausgebracht, von denen die "Blauen Hefte" zu den alljährlich im Leineschloss zu Hanno-ver stattfindenden "Parlamentarischen Abenden" am bekanntesten geworden sind.
Die Akademie finanziert sich über einen Förderverein, dem die Mitglieder, Privatpersonen und Unternehmen beigetreten sind, durch Spenden und Zuwendungen für Veranstaltungen und Veröffentlichungen.

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