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Bürgermeister las vor - und alle mussten zuhören

Bürgermeister las vor - und alle mussten zuhören

Klein Nordende: Gemeindevertretung brachte einstimmig Baugebiet 18 auf den Weg.

Klein Nordende (ne). Bis Ende August sollen die Öffentlichen zehn Bauplätze des Bebauungsgebietes 18 (Sandweg/Am Park) vergeben sein. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Bauplätze sind im Haushalt einkalkuliert. Für die 30 Gäste der jüngsten Gemeinderatssitzung bedeutete das, geduldig den Abwägungen zu den Stellungnahmen zu lauschen. Zwar lasen Bauausschussvorsitzender Peter Bartl (WG) und Bürgermeister Hans Barthold Schinckel (WG) die Texte mit verteilten Rollen, aber es brauchte trotzdem seine Zeit. Zusammen mit der Behandlung der übrigen privaten Bauvorhaben dauerte die monotone Lesung eine gute Stunde. "Ich weiß, diese Texte sind ätzend", entschuldigte sich der Bürgermeister. Aber die Form sei vorgeschrieben. Sonst sei das Bauvorhaben wegen Formfehlern gefährdet.
Letztlich wurde der Bebauungsplan 18 einstimmig auf den Weg gebracht. Auch die privaten Vorhaben des Planes 28 (Flurstück 121/2 am Eichenweg) und des Planes 19 mit der Erweiterung von Baufenstern im Bereich Am Redder/Am Teich wurden einstimmig angenommen.
Kritik wurde zu den privaten Bauvorhaben des Bebauungsplanes 29 im Bereich Schulstraße/Dorfstraße laut. Die Fraktionen von CDU und SPD enthielten sich ihrer sieben Stimmen. Nur die achtköpfige WG-Fraktion stimmte dieser Maßnahme zu. Nicht einverstanden waren auch einige Zuhörer mit den Zufahrten über den öffentlichen Parkplatz am Gemeindezentrum zu den in zweiter Reihe entstehenden Häusern hinter den Grundstücken an der Schulstraße sowie hinter dem Töverhuus der Familie Hamke.
Sicher sei das ein Entgegenkommen der Gemeinde, erklärte Bauplaner Peter Bartl. Er gehe aber davon aus, dass die betreffenden Familien bei anderer Gelegenheit dem Dorf auch entgegenkommen würden.
Als zu teuer und wenig sinnvoll kritisierten Zuhörerinnen den Kiss- und Go-Streifen zur Verkehrsberuhigung vor der Grundschule. Misslich nur, dass die Mütter sich erst äußerten, als die Gemeindevertreter bereits diese Maßnahme gegen die Verkehrsstaus bei Schulbeginn oder -ende beschlossen hatten. Für 22 000 Euro entsteht in den Ferien in der Schulstraße vor der Schule ein Seitenstreifen. Dort sollen außerhalb des Verkehrsflusses Eltern ihre Wagen kurz anhalten und die Kinder aussteigen lassen.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 17.07.2007

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