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Bekommt Klein Nordende sein Fett weg?

Dreckiges Abwasser kostet Gemeinde Strafgebühr

Bürgermeister
Hans-Barthold Schinckel
Foto: Corres

(Klein Nordende/dg) Seit drei Jahren haben die Klein Nordender ein fettiges Problem: Ihr Schmutzwasser ist zu dreckig. Das haben Proben ergeben, die der Abwasserzweckverband (AZV) in der Gemeinde genommen hat. Für das dreckige Abwasser, das mit Fett durchsetzt ist, werden die Bürger kräftig zur Kasse gebeten. "10.000 Euro Strafgebühr mussten wir im letzten Jahr an den AZV zahlen", berichtet Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel.
Warum gerade auf Klein Nordender Gebiet das Schmutzwasser voller Fette ist, kann sich niemand erklären. "Es gibt mehrere Stränge, die zur Pumpstation am Utweg laufen", weiß Schinckel. "Aber keiner der Stränge ist mehr verschmutzt als die anderen. Alle haben die gleiche Belastung." Auch Dr. Jan Heilmann, Vorsitzender des Umweltausschusses, kann sich die Ergebnisse der AZV-Untersuchungen nicht erklären. "Unsere Bürger werden sich ja nicht anders verhalten als die Menschen in den angrenzenden Gemeinden - und hier gibt es ja anscheinend kein Schmutzwasserproblem."
Jetzt will die Gemeinde selbst Messungen durchführen, um dem "Fett-Problem" auf den Grund zu gehen. " Das soll nicht heißen, dass wir dem AZV misstrauen", stellt Bürgermeister Schinckel klar. Außerdem sollen die Bürger noch einmal darüber informiert werden, wie Fett nach dem Braten oder frittieren entsorgt werden soll: Fette gehören auf keinen Fall in den Abfluss, sondern in die Restmülltonne.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 17.01.2007

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