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Bauplätze füllen Gemeindekasse

Kommunalpolitiker in Klein Nordende beschlossen Bebauungsplan 18. Es entstehen zehn neue Baugrundstücke.

Klein Nordende (ne). In einer Sondersitzung brachte der Gemeinderat Klein Nordende den Bebauungsplan 18 zwischen Sandweg und Lindenallee auf den Weg. "Es eilt", mahnte Bürgermeister Hans Barthold Schinckel (WG). Denn die Ge-
meinde brauche zur Konsolidierung ihres laufenden Haushalts dringend die Einnahmen aus dem Verkauf dieser Bauplätze.
So einfach und schnell wie die Tagesordnung es vorgab, ging die Verabschiedung dann aber doch nicht über die Bühne. Bauausschussvorsitzender Peter Bartl (WG) hatte schon bei der Vorstellung der Beschlussvorlage des Bauausschusses auf die abweichende CDU-Fassung des Bebauungsplans hingewiesen. "Unsere
Planung", so erklärte dann auch CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Huckfeldt, weise statt der vorgesehenen zehn einen Bauplatz mehr aus. Obendrein könnten durch Verlegung der Straße noch zwischen 30000 und 40000 Euro an Erschließungskosten eingespart werden.
Das höre sich gut an, stimme aber nicht, war dazu aus Reihen der WG-Mehrheit zu hören. Der zusätzliche Bauplatz sei mit großen Bäumen bestückt und deshalb nicht bebauungsfähig.
Auch wurde die Sparmöglichkeit bei der Erschließung angezweifelt. Und selbst wenn das so wäre, erklärte Peter Bartl, dann käme diese Ersparnis mit nur einigen wenigen Euro den Grundstückskäufern zugute, nicht der Gemeinde.
Wolle man den von der CDU sehr spät vorgelegten Plan durchkalkulieren, käme man bei dem seit Herbst diskutierten Bauplan völlig aus dem Zeitplan, ergänzte Hartwig Sievers (WG). Das bedeute dann, dass die durch die Zeitverzögerung
zusätzlich anfallenden Zinsenkosten zu Easten der Gemeinde deutlich höher anfallen würden als die noch nicht einmal sichere Ersparnis zugunsten der Grundstückskäufer. Das könne nicht sein, so Klein Nordendes Kulturchef.
Das Ende der Debatte: Mit Stimmen der WG und der SPD wurde der B-Plan 18 wie schon im Bauausschuss gegen die drei Stimmen der CDU verabschiedet. Auf einer Fläche von 6500 Quadratmetern werden jetzt zehn Bauplätze ausgewiesen.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 07.05.2007

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