Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Bahnübergänge: Warten auf weitere Infos von Nah.SH

Geht es nach den Bahn-Planern, wird der Bahnübergang Lieth (Rotenlehm) geschlossen und durch eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer ersetzt. Foto: Strandmann

(Klein Nordende/rs)

Die Nachricht hatte im vorigen Jahr alle überrascht: Nachdem eine S-Bahn bis Elmshorn jahrzehntelang nur ein frommer Wunsch schien, wurden die Pläne 2020 mit „Wumms“ von Landesver­kehrsminister Bernd Buch­holz und Deutscher Bahn aus der Schublade geholt.

Haken: Zahlreiche bestehen­de Bahnübergänge sollen geschlossen werden. Einige Informationen hatte die Gemeinde Klein Nordende dazu bereits erhalten. „Doch wir haben noch mehr Fragen“, sagt Bürgermeister Adolf Luitjens. Ursprünglich wollte sich die Gemeindevertretung im Dezember 2020 mit dem Thema befassen, verschob die Beratung aufgrund feh­lender Informationen aber wieder.

Im Januar wollte NAH.SH der breiten Öffentlichkeit das Vorhaben dann in der Ge­meindevertretung vorstellen.

Doch die tagte coronabedingt nicht. Einen neuen Termin gibt es noch nicht. Das Land arbeitet an einer IT-Lösung, die öffentliche Sitzungen im Netz möglich machen soll. Nach jüngsten Informatio­nen, so Luitjens, könnte es die neue Software Mitte März geben.

Bürgermeister Adolf Luitjens hofft auf eine Gemeindevertreter­sitzung Ende März. Foto: rs

„Dann könnten wir Ende März tagen.“ Eventuell könnte es auch eine Sitzung in der B ürgermeister- Hell- H alle geben. Entschieden sei aber noch nichts. Klar ist: Die Bahn hat es eilig. Die Ent­wurfsplanung soll dem stell­vertretenden Klein Nordender Bürgermeister Jens Jacobsen zufolge schon Ende 2022 stehen. Wohl auch deshalb, um nicht zahlreiche alte ana­loge Bahnübergänge nur für eine Übergangszeit an das neue digitale Stellwerk in Hamburg Eidelstedt anschlie­ßen zu müssen.

Hinter der Elmshorner Brü­cke am Adenauerdamm solle als nächster Kfz-Übergang erst der Übergang „Himmel“ am Heideweg einen Tunnel oder eine Brücke erhalten. Am Übergang „Lieth“ (Rot­enlehm) soll es lediglich eine Brücke für Radfahrer und Fußgänger geben. Da inter­essiert die Gemeinde nicht nur, wer die Folgekosten für die Unterhaltung zahlen soll. Auch die Frage, ob diese größer und stabiler gebaut werden könnte für Notein­sätze der Feuerwehr steht im Raum. Und wohin verteilt sich künftig der Kfz-Verkehr? Eine Frage, die wohl ein Ver­kehrsplaner im Rahmen des OrtsentwicklunsskonzeDts ] is.

Holsteiner Allgemeine Zeitung, 17.02.2021

Zurück