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AZV-Töpfe: Wie stark stinken die Behälter?

AZV-Töpfe: Wie stark stinken die Behälter?

(Klein Nordende/rs) Der Streit um die geplanten Zwischenspeicher auf Klein Nordender Gebiet geht weiter. Wie berichtet, will der Abwasserzweckverband (AZV) Pinneberg dort zwei riesige Wasserbehälter von 34 und 48 Metern Durchmesser aufstellen. Sie sollen vor allem als Puffer dienen, damit bei Starkregenfällen nicht zuviel Schmutz- und Regenwasser gleichzeitig in die Reinigungsbecken in Hetlingen fließt. Der AZV wartet nun auf die Baugenehmigung.
Damit aber gibt es Probleme. Im Oktober 2007 verweigerte die Klein Nordender Gemeindevertretung die Zustimmung zu den Plänen. Hauptgrund: Der größere Bottich soll nach AZV-Vorstellungen aus Kostengründen keinen Deckel erhalten. Die Politiker befürchten Geruchsbelästigungen. Glücklich sind sie mit dem Vorhaben auch in anderer Hinsicht nicht: Der Standort auf dem Eckgrundstück An der Bahn/Ziegeleiweg liegt nicht nur im Landschaftsschutzgebiet, sondern auch direkt am Weg, der Besucher zur Liether Kalkgrube führt.
Zwar sind sich AZV und Gemeinde dem Vernehmen nach in einigen Punkten nähergekommen: So sollen die Behälter nicht mehr so hoch in die Landschaft gebaut und auch stärker begrünt werden. Im entscheidenden Punkt aber sind die Auffassungen verhärteter denn je.
Die Zusicherung des AZV, im Falle von Geruchsbelästigungen später doch noch nachzubessern, überzeugt etwa Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel nicht. "Dann müssten wir erst beweisen, dass es Belästigungen gibt. Und was ist eine Belästigung - wenn es an zehn oder 70 Tagen im Jahr riecht?"
Das, ist sich der Bürgermeister sicher, würde eine "Never-ending-Story".

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 10.05.2008

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