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Alles auf Platt - tolle Schüler, tolle Töne

Alles auf Platt - tolle Schüler, tolle Töne

Von Werner Brorsen

Klein Nordende. Einen besser geeigneten Standort als das "Töverhuus" hätten die Veranstalter des Wettbewerbs "Schöler leest Platt" nicht wählen können. Hier in dem alten Bauernhaus war die richtige Atmospäre für die vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund initiierte und sei Jahren erfolgreich durchgeführte Veranstaltung.
Nicht nur bei den zehn zum Lesen angetretenen Schülerinnen und Schülern herrschte Spannung. Auch das Publikum, zum größten Teil Eltern und Lehrer, spürte, dass die Leistungen insgesamt hoch waren und die Jury nicht zu beneiden war, als sie ihre Entscheidung fällen musste.
Fünf gestandene Plattdeutsche, darunter Hausherr Helmut Hamke und Tru-un-Fast-Vorsitzender Jürgen Krüger, hatten zu bewerten, wer von sechs Kandidaten des 3. und 4. Schuljahres und vier des 5. bis 7. Schuljahres als Sieger die Hürde zum Landeswettbewerb in
Rendsburg schaffen würde. Christa Feldrnann aus Barmstedt stellte zunächst die Kandidaten aus den Kreisen Pinneberg und Steinburg vor, die sich unter 63 im dem vorangegangenen Landschaftswettbewerb qualifiziert hatten.
Es war ein reines Vergnügen zu erleben, wie die Wettbewerber vorgegebene plattdeutsche Geschichten durch saubere Akzentierung, intelligente Betonung und schlanken Redefluss zum Leben erweckten und die Zuhörer amüsierten und begeisterten. Während sich die Gäste an die Kaffeetafel begaben, beriet sich die Jury, und nach einer knappen Stunde stand fest: Merle Mohr, Grundschule Haseldorf, tritt für das 3. und 4. Schuljahr im Landeswettbewerb an, Marvin Sarras, Realschule Schenefeld, vertritt das 5. bis 7. Schuljahr.
Verstecken muss sich keiner vor seiner Leistung, betonte Schulleiter Heiko Gauert, Mitglied der Jury, am Schluss. Ausnahmslos hätten die Teilnehmer hervorragend gelesen, und nur winzige Unterschiede in Aussprache und Lebendigkeit des Ausdrucks hätten zu den unterschiedlichen Beurteilungen geführt.
Deshalb hatte Christa Feldmann auch für alle zehn ein Geschenk zur Hand und vor allem ein großes Lob für die Mitwirkung an einem Wettbewerb, der für den Erhalt der Plattdeutschen Sprache vielleicht eine kleine Hilfe bedeutet.


Alle Teilnehmer auf einem Bild. Die beiden Gewinner Marrin
Sarras und Merle Mohr sitzen vorne. Sie dürfen jetzt nach
Rendsburg. Foto: Grundt

aus den Elmshorner Nachrichten vom 28.04.2008

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