Ortsentwicklung in Klein Nordende

Die Ortsentwicklung in Klein Nordende ist von der "Ländlichen Struktur- und Entwicklungsanalyse" (LSE) begleitet worden. Dies ist eine Richtlinie, die in Schleswig Holstein zur Förderung der ländlichen und Dorfentwicklung beschlossen wurde. Dadurch soll eine gemeindeübergreifende wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung der Dörfer zusammen in ihrer Region gefördert werden.

Klein Nordende ist Teil der "Pinneberger Unterelbe Region" (P.U.R.), die ein Zusammenschluss von drei Ämtern und einer Stadt ist. Mitglieder sind: Uetersen, Klein Nordende, Raa-Besenbeck, Seester, Seestermühe, Groß Nordende, Neuendeich, Heidgraben, Heist, Holm, Haselau, Haseldorf und Hetlingen.

In Workshops und Treffen mit den Bürgern wurden Ziele wie z.B Reetdach als Kulturgut, Einkommensstärkung der Landwirtschaft über Direktvermarktung, Betreuung von Jugendlichen, Tourismus in der Region, Nahverkehrsanbindung und weitere Themen diskutiert und geplant.

In Klein Nordende gab es das "Forum Klein Nordende - Zukunft gestalten". Hier waren alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde herzlich eingeladen, eine Bestandsaufnahme der Stärken und Schwächen Klein Nordendes zu schaffen und zu analysieren. Es wurden Ziele formuliert und Aktionen und Projekte geplant und erörtert, wie diese kurz-, mittel-, oder langfristig umzusetzen sind.

Der Abschluß dieser LSE war leider nicht sehr befriedigend. Mehrfach verzögerten sich die Auszahlungen der Fördergelder. Letztendlich blieb nur eine Bezuschussung von 4 Schutzhütten, die an folgenden Lokalitäten zu finden sind: Utweg, Liether Kalkgrube, Blockstelle Himmel und im Liether Moor. Im Jahre 2009 wurde die Maßnahme endabgerechnet; von einer ehemals angedachten "LSE II" ist seitens des Landes Schleswig-Holstein nichts mehr zu hören.

Klein Nordende hat sich in den letzten Jahren behutsam entwickelt. Ende der 90er Jahre wurde mit dem "Kastanieneck" das in jüngster Zeit größte Baugebiet (25 Wohneinheiten) ausgewiesen. Es folgte im Jahr 2000 der "Speelwark Padd" (15 WE); anschließend hat man die Straße "Hinter den Eichen" mit 8 Häusern vervollständigt. Im Jahre 2005 war dann das Wohngebiet "Tannengrund" mit 11 Wohneinheiten bezugsfähig.

Nachdem in der "Lindentwiete" neue Häuser errichtet bzw. bezogen wurden, ist entsprechend den gemeindlichen Planungen an der "Bürgermeister Diercks Straße" ein weiteres Wohngebiet entstanden. Es sind hier 23 Einheiten vorgesehen, die teilweise schon bezogen sind. Der Endausbau der Stichstraßen sowie der Straße "Auenland" ist im Juli 2012 abgeschlossen worden.

Des weiteren ist im Bebauungsplan No. 32 an der Dorfstraße ein REWE-Frischemarkt entstanden, der im März 2012 eingeweiht wurde und von der Bevölkerung gut angenommen wird. Parallel dazu werden hier 20 Einheiten für "Seniorengerechtes Wohnen" gebaut: 7 Bungalows sowie 2 Mehrfamilienhäuser. Der Pflegedienst "Virage" bietet in einem zusätzlichen Gebäude seine Dienste an.

Das "jüngste Kind" der Gemeinde ist der Bebauungsplan No. 33 hinter der Straße Voßbarg gelegen. Im Dezember 2011 hat die Gemeindevertretung den Aufstellungsbeschluß gefasst; am 20.12.2012 folgte der Satzungsbeschluß. 38 Grundstücke sind größtenteils bebaut. Die Gemeinde plant, im nächsten Jahr den Bebauungsplan No. 34 folgen zu lassen.