Landfrauen auf Tour in Niedersachsen

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KLEIN NORDENDE Braunschweig, Quedlinburg, Thale, Walsrode - das waren die Stationen der diesjährigen Mehrtagesausfahrt des Landfrauenvereins Nordende und Umgebung. Die 36 Landfrauen haben in den vier Tagen viel erlebt und gesehen.

„Unser erster Programmpunkt war Braunschweig. Es regnete, war kalt und ungemütlich als es zur Stadtbesichtigung durch die Löwenstadt geht. Aber es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“, erzählt die Pressewartin der Landfrauen, Ulrike Rösch, die ebenfalls mit auf Tour war.

Die Landfrauen erlebten die Stadtführung als lebendigen Geschichtsunterricht. Sie erfuhren viel über die Ursprünge der Stadt und die Entwicklung Braunschweigs zur Handelsmetropole in der Zeit Heinrich des Löwens. Die nächste Station der Landfrauen war Quedlinburg. Drei Tage hatten die Ländfrauen, um die mittelalterliche Stadt sowie deren Umgebung zu erkunden. Begleitet wurden sie dabei von der Stadtführerin Christel.

„Christel ist genau die richtige für diesen Job. In Quedlinburg geboren und aufgewachsen ist sie mit Leib und Seele Stadtführerin. Christel brachte uns auf unterhaltsame, lockere Art und Weise ihre Heimat näher, ohne mit Jahreszahlen und ähnlichen Dingen zu langweilen. Sie führte durch enge Gassen, zeigte Fachwerkhäuser, das Rathaus und das Schloss und erzählte Wissenswertes über die alte Stadt und die Weltpolitik des zehnten Jahrhunderts, die auch in Quedlingburg mitgeschrieben wurde“, berichtet Rösch begeistert.

Nach der Stadtbesichtigung stand am Nachmittag die beeindruckende Landschaft des nahcgclegenen Selketals auf dem Programm. Mit der historischen Selke-talbahn fuhren die Ausflüglerinnen von Gemrode nach Silberhütte, bevor sie die Tage in Quedlinburg ausklingen ließen.

Bei dem Harzausflug der Landfrauen durfte weder eine Rundtour durch den Ostharz noch ein Besuch in Thale und auf dem Blocksberg fehlen. „Auf dem Hexentanzplatz verließ unsere Stadtführerin Christel als Hexe den Bus, trieb mit dem Busfahrer ihre Späße und führte uns zum Hexentanzplatz. Dabei erzählte sie spannend, auch in Form von Gedichten und Zitaten, von den Zeremonien rund um den Hexentanz“, schildert die Pressewartin ihre Eindrücke.

Ein Besuch in Wemingerode und im Vogelpark Waldsrode rundeten die Ausfahrt der Landfrauen ab, die voller neuer Eindrücke wieder in der Heimat ankamen. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 20.10.2017

Kleines Zebra macht Schulweg sicher

SPENDE Sparkasse Südholstein unterstützt Erstklässler aus Klein Nordende mit Büchern zur Verkehrserziehung

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KLEIN NORDENDE Mit der Grundschule Klein Nordende verbindet den Mitarbeiter der Sparkasse Südholstein, Matthias Röhl, zahlreiche Geschichten und Erinnerungen.
Nicht nur er selbst ist in der Elmshorner Nachbargemeinde zur Schule gegangen, sondern auch seine Kinder. „Vor 44 Jahren bin ich auch hier in die erste Klasse gegangen und hatte einen großen Vorteil: Mein Schulweg war sehr kurz, nur knapp 150 Meter. Viele von Euch haben einen längeren Weg. Damit Ihr immer sicher und gut zur Schule kommt, unterstützt Euch die Sparkasse Südholstein mit dem Buch „Das kleine Zebra auf dem Schulweg“, sagte Röhl und erklärte, dass die Erstklässler damit lernen können, wie sie sich sicher im Straßenverkehr bewegen können. „Während meiner Schulzeit gab es das kleine Zebra noch nicht“, sagte Röhl schmunzelnd und überreichte den Klein Nordender Schulkindern die Bücher. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 18.10.2017

„Band im Himmel“ im Töverhuus

KLEIN NORDENDE „Die Besten gehen immer zu früh“, das muss die Musikwelt Jahr um Jahr immer wieder erfahren. Seien es nun John Lennon, Joe Cocker oder wie jüngst George Michael, David Bowie oder Leonard Cohen - die „Band im Himmel“ wird immer größer...

en 131017Der Bremer Musiker Matthias Monka möchte mit seinem „Band im Himmel“-Pro-gramm an viele dieser verstorbenen Musiker erinnern und ihr Werk feiern. Am Freitag, 17. November, um 20 Uhr, singt und spielt Matthias Monka im Klein Nordender Töverhuus live am Piano auf seine ganz eigene Art Songs von John Lennon, Frank Sinatra, David Bowie, Udo Jürgens, Rio Reiser, Ben E. King, Elvis Presley, Prince und vielen anderen. Der Musiker sagt: „Freuen wir uns darüber, dass diese Künstler gelebt und uns diese tolle Musik hinterlassen haben.“

Monka wurde 1971 in Bremen geboren. Mit durchschnittlich 170 Auftritten pro Jahr zählt er zu den aktivsten Musikern im norddeutschen Raum. In den vergangenen Jahren sang und spielte Monka unter anderem mit Leslie Mandokis „Soulmates“ und stand mit Eric Burdon, Paul Young, Alannah Myles, Howard Jones, Chris de Burgh, den Weather Girls, Roger Chapman, Roger Hodgson (Supertramp) und Peter Maf-fay auf der Bühne. Außerdem ist er solo und mit verschiedenen Bandprojekten unterwegs, unter anderem mit seinem Swingtrio „Triple Pack“.

Auch in Klein Nordende ist Matthias Monka kein Unbekannter: Im vergangenen Jahr präsentierte Monka sein John Lennon-Tribute Programm im Töverhuus und auch als Begleiter von Annie Heger hat das Klein Nordender Publikum ihn schon erlebt.

Die Karten kosten 12,50 Euro und sind im Vorverkauf über die Volksbank Elmshom, Königstraße, sowie in Klein Nordende über den REWE-Markt Peter Erichsen und das Blumenhaus Konetzny erhältlich.    mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 13.10.2017

Kinderwald -Pflanzaktion

KLEIN NORDENDE Die jährliche Pflanzaktion zur stetigen Aufforstung des Klein Nordender Kinderwaldes am Beekenweg entwickelt sich zur Tradition: Bereits zum fünften Mal lädt der Umweltausschuss Klein Nordender Eltern dazu ein, für ihre Kinder einen Baum im Kinderwald zu pflanzen. Die Familien können aus verschiedenen Laubbäumen wählen und diese gegen eine Kostenbeteiligung gemeinsam mit Vertretern des Umweltausschusses am Sonnabend, ll.November, von 10 bis 12 Uhr, im Kinderwald pflanzen. Die Liste der bestellbaren Bäume erhalten interessierte Eltern während der Sprechstunden des Bürgermeisters im Gemeindebüro, Schulstraße 3, oder bei Telse Ortmann, aus dem Umweltausschuss. Sie ist unter Telefon (04121) 9 4210 erreichbar. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 13.10.2017

Der Maler mit Sinn für den Norden

KÜNSTLER Joerne Diedrichsen hat lange für die Werbung gemalt - jetzt, im Alter von 65, konzentriert er sich wieder voll auf die Kunst

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KLEIN NORDENDE Kann ein Künstler in Rente gehen? Zumindest bekommt er Rente. Wenn auch zumeist wenig. So wie Joerne Diedrichsen aus Klein Nordende. Der Maler ist gerade 65 Jahre alt geworden - und statt den Ruhestand zu genießen, will er nochmal durchstarten. Mit Kunst genügend Geld zu verdienen, ist seit jeher schwer. Diedrichsen erging es nicht anders, und so musste der gebürtige Friedrichstädter über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg Film-und Theaterkulissen gestalten, damit sich das Portemonnaie füllte. „Ich habe mich an die Werbung verkauft“, sagt er mit einem Lächeln. Doch zukünftig soll wieder die wahre Kunst im Mittelpunkt seines Schaffens stehen.

Ein Blick in Diedrichsens Atelier im ersten Stock seines Hauses reicht aus, um sein Lieblingsmotiv zu erkennen. Der norddeutsche Himmel, das Licht und das Meer haben es ihm angetan. Und wer sich auf seiner Homepage im Internet über den Künstler informieren möchte, der kann unter den Bilder-Motiven „Am Meer“, „Lichtbilder“ und „Blick aus dem Zug“ wählen. Die letztgenannte Kategorie ist besonders augenfällig. Über Bilder von Meer und Himmel blendet Diedrichsen Momentaufnahmen aus dem Zug. Lichtspiegelungen, die fast beiläufig Schaffner oder Bauern zeigen.

Diedrichsen ging in Kiel und auf Sylt zur Schule. Auf die Idee der Zugbilder kam er, als er immer wieder über den Hindenburgdamm fuhr und auf das Wasser schaute. Beim Blick aus dem Zugfenster fielen ihm die Spiegelmotive auf. Generell zeichnen sich seine Gemälde durch eine fotorealistische Malweise aus. Auf den ersten Blick könnte der Betrachter glatt meinen, auf eine Fotografie zu schauen. Seine Landschaftsbildcr entstehen tatsächlich nach Fotografien, die er aus dem fahrenden Zug heraus macht. Diedrichsen malt mit Acrylfarbe auf Leinwand, gern auch großformatig. Und eines haben all seine Motive gemeinsam: Sie strahlen Ruhe und Weite aus.

Joerne Diedrichsen hat seine Kunst von der Pike auf gelernt. In Kiel studierte er Anfang der 70er Jahre Malerei und freie Kunst, bevor er das Examen als graduierter Designer abschloss. Es folgten diverse Ausstellungen in Kiel,
Köln, Hamburg. 1982 gründete er gemeinsam mit dem Maler-Kollegen Thomas Müller „Blizzart“,ein Projekt, das bewusst auf Arbeiten für die Wirtschaft abzielte. Das Duo malte Kulissen für deutsche und internationale Spielfilme, entwarf Stem-Cover, und stellte sich in den Dienst von Mercedes, Lufthansa und Co. Seit 2005 lebt und arbeitet Diedrichsen in Klein Nordende. Und nun, als Rentner, soll der Kern seiner Kunst wieder wachgeküsst werden.

Auf die Frage, warum er nicht mit Ölfarben malt, sondern mit Acryl, sagt er. „Das trocknet schneller.“ Generell ist der 65-Jährige kein Mann großer Worte. Er lässt lieber seine Bilder sprechen. An einem Werk arbeite er oft wochenlang. Wobei Diedrichsen zugibt, „nicht der Fleißigste zu sein“. Zwei bis drei Stunden am Stück, länger sitze er kaum mal an einem Bild. „Ich lass mich gern ablenken“, erklärt er mit einem Schmunzeln. Außerdem arbeite er gern parallel an mehreren Werken. Meist ziehe er erst mit dem Arbeitspensum an, „wenn der Druck von außen kommt“.

Dass er viel Zeit für Auftragsarbeiten aus der Wirtschaft opfern musste, stört ihn nicht. „So musste ich nie Taxi fahren“, sagt er. Reich werde man als Künstler ohnehin nicht, dafür habe man eine Freiheit, von der die meisten Arbeitnehmer nur träumen können. Den Weg in die Kunst hat sich der Klein Nordender ganz allein erkämpft. Diedrichsens Vater war Architekt und hatte für seinen Sohn andere berufliche Pläne. Doch als die Eltern zur Kur waren, ging der Filius zur Kunstschule und bestand die Aufnahme-prüftmg. So nahm das Künstlerschicksal seinen Lauf. Mit Zugbildem will sich Diedrichsen übrigens zukünftig „eher nicht mehr beschäftigen“. „Ich versuche, malerischer zu werden“, kündigt er an. Carsten Wittmaack

aus den Elmshorner Nachrichten vom 13.10.2017