Kleines Zebra macht Schulweg sicher

SPENDE Sparkasse Südholstein unterstützt Erstklässler aus Klein Nordende mit Büchern zur Verkehrserziehung

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KLEIN NORDENDE Mit der Grundschule Klein Nordende verbindet den Mitarbeiter der Sparkasse Südholstein, Matthias Röhl, zahlreiche Geschichten und Erinnerungen.
Nicht nur er selbst ist in der Elmshorner Nachbargemeinde zur Schule gegangen, sondern auch seine Kinder. „Vor 44 Jahren bin ich auch hier in die erste Klasse gegangen und hatte einen großen Vorteil: Mein Schulweg war sehr kurz, nur knapp 150 Meter. Viele von Euch haben einen längeren Weg. Damit Ihr immer sicher und gut zur Schule kommt, unterstützt Euch die Sparkasse Südholstein mit dem Buch „Das kleine Zebra auf dem Schulweg“, sagte Röhl und erklärte, dass die Erstklässler damit lernen können, wie sie sich sicher im Straßenverkehr bewegen können. „Während meiner Schulzeit gab es das kleine Zebra noch nicht“, sagte Röhl schmunzelnd und überreichte den Klein Nordender Schulkindern die Bücher. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 18.10.2017

„Band im Himmel“ im Töverhuus

KLEIN NORDENDE „Die Besten gehen immer zu früh“, das muss die Musikwelt Jahr um Jahr immer wieder erfahren. Seien es nun John Lennon, Joe Cocker oder wie jüngst George Michael, David Bowie oder Leonard Cohen - die „Band im Himmel“ wird immer größer...

en 131017Der Bremer Musiker Matthias Monka möchte mit seinem „Band im Himmel“-Pro-gramm an viele dieser verstorbenen Musiker erinnern und ihr Werk feiern. Am Freitag, 17. November, um 20 Uhr, singt und spielt Matthias Monka im Klein Nordender Töverhuus live am Piano auf seine ganz eigene Art Songs von John Lennon, Frank Sinatra, David Bowie, Udo Jürgens, Rio Reiser, Ben E. King, Elvis Presley, Prince und vielen anderen. Der Musiker sagt: „Freuen wir uns darüber, dass diese Künstler gelebt und uns diese tolle Musik hinterlassen haben.“

Monka wurde 1971 in Bremen geboren. Mit durchschnittlich 170 Auftritten pro Jahr zählt er zu den aktivsten Musikern im norddeutschen Raum. In den vergangenen Jahren sang und spielte Monka unter anderem mit Leslie Mandokis „Soulmates“ und stand mit Eric Burdon, Paul Young, Alannah Myles, Howard Jones, Chris de Burgh, den Weather Girls, Roger Chapman, Roger Hodgson (Supertramp) und Peter Maf-fay auf der Bühne. Außerdem ist er solo und mit verschiedenen Bandprojekten unterwegs, unter anderem mit seinem Swingtrio „Triple Pack“.

Auch in Klein Nordende ist Matthias Monka kein Unbekannter: Im vergangenen Jahr präsentierte Monka sein John Lennon-Tribute Programm im Töverhuus und auch als Begleiter von Annie Heger hat das Klein Nordender Publikum ihn schon erlebt.

Die Karten kosten 12,50 Euro und sind im Vorverkauf über die Volksbank Elmshom, Königstraße, sowie in Klein Nordende über den REWE-Markt Peter Erichsen und das Blumenhaus Konetzny erhältlich.    mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 13.10.2017

Kinderwald -Pflanzaktion

KLEIN NORDENDE Die jährliche Pflanzaktion zur stetigen Aufforstung des Klein Nordender Kinderwaldes am Beekenweg entwickelt sich zur Tradition: Bereits zum fünften Mal lädt der Umweltausschuss Klein Nordender Eltern dazu ein, für ihre Kinder einen Baum im Kinderwald zu pflanzen. Die Familien können aus verschiedenen Laubbäumen wählen und diese gegen eine Kostenbeteiligung gemeinsam mit Vertretern des Umweltausschusses am Sonnabend, ll.November, von 10 bis 12 Uhr, im Kinderwald pflanzen. Die Liste der bestellbaren Bäume erhalten interessierte Eltern während der Sprechstunden des Bürgermeisters im Gemeindebüro, Schulstraße 3, oder bei Telse Ortmann, aus dem Umweltausschuss. Sie ist unter Telefon (04121) 9 4210 erreichbar. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 13.10.2017

Der Maler mit Sinn für den Norden

KÜNSTLER Joerne Diedrichsen hat lange für die Werbung gemalt - jetzt, im Alter von 65, konzentriert er sich wieder voll auf die Kunst

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KLEIN NORDENDE Kann ein Künstler in Rente gehen? Zumindest bekommt er Rente. Wenn auch zumeist wenig. So wie Joerne Diedrichsen aus Klein Nordende. Der Maler ist gerade 65 Jahre alt geworden - und statt den Ruhestand zu genießen, will er nochmal durchstarten. Mit Kunst genügend Geld zu verdienen, ist seit jeher schwer. Diedrichsen erging es nicht anders, und so musste der gebürtige Friedrichstädter über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg Film-und Theaterkulissen gestalten, damit sich das Portemonnaie füllte. „Ich habe mich an die Werbung verkauft“, sagt er mit einem Lächeln. Doch zukünftig soll wieder die wahre Kunst im Mittelpunkt seines Schaffens stehen.

Ein Blick in Diedrichsens Atelier im ersten Stock seines Hauses reicht aus, um sein Lieblingsmotiv zu erkennen. Der norddeutsche Himmel, das Licht und das Meer haben es ihm angetan. Und wer sich auf seiner Homepage im Internet über den Künstler informieren möchte, der kann unter den Bilder-Motiven „Am Meer“, „Lichtbilder“ und „Blick aus dem Zug“ wählen. Die letztgenannte Kategorie ist besonders augenfällig. Über Bilder von Meer und Himmel blendet Diedrichsen Momentaufnahmen aus dem Zug. Lichtspiegelungen, die fast beiläufig Schaffner oder Bauern zeigen.

Diedrichsen ging in Kiel und auf Sylt zur Schule. Auf die Idee der Zugbilder kam er, als er immer wieder über den Hindenburgdamm fuhr und auf das Wasser schaute. Beim Blick aus dem Zugfenster fielen ihm die Spiegelmotive auf. Generell zeichnen sich seine Gemälde durch eine fotorealistische Malweise aus. Auf den ersten Blick könnte der Betrachter glatt meinen, auf eine Fotografie zu schauen. Seine Landschaftsbildcr entstehen tatsächlich nach Fotografien, die er aus dem fahrenden Zug heraus macht. Diedrichsen malt mit Acrylfarbe auf Leinwand, gern auch großformatig. Und eines haben all seine Motive gemeinsam: Sie strahlen Ruhe und Weite aus.

Joerne Diedrichsen hat seine Kunst von der Pike auf gelernt. In Kiel studierte er Anfang der 70er Jahre Malerei und freie Kunst, bevor er das Examen als graduierter Designer abschloss. Es folgten diverse Ausstellungen in Kiel,
Köln, Hamburg. 1982 gründete er gemeinsam mit dem Maler-Kollegen Thomas Müller „Blizzart“,ein Projekt, das bewusst auf Arbeiten für die Wirtschaft abzielte. Das Duo malte Kulissen für deutsche und internationale Spielfilme, entwarf Stem-Cover, und stellte sich in den Dienst von Mercedes, Lufthansa und Co. Seit 2005 lebt und arbeitet Diedrichsen in Klein Nordende. Und nun, als Rentner, soll der Kern seiner Kunst wieder wachgeküsst werden.

Auf die Frage, warum er nicht mit Ölfarben malt, sondern mit Acryl, sagt er. „Das trocknet schneller.“ Generell ist der 65-Jährige kein Mann großer Worte. Er lässt lieber seine Bilder sprechen. An einem Werk arbeite er oft wochenlang. Wobei Diedrichsen zugibt, „nicht der Fleißigste zu sein“. Zwei bis drei Stunden am Stück, länger sitze er kaum mal an einem Bild. „Ich lass mich gern ablenken“, erklärt er mit einem Schmunzeln. Außerdem arbeite er gern parallel an mehreren Werken. Meist ziehe er erst mit dem Arbeitspensum an, „wenn der Druck von außen kommt“.

Dass er viel Zeit für Auftragsarbeiten aus der Wirtschaft opfern musste, stört ihn nicht. „So musste ich nie Taxi fahren“, sagt er. Reich werde man als Künstler ohnehin nicht, dafür habe man eine Freiheit, von der die meisten Arbeitnehmer nur träumen können. Den Weg in die Kunst hat sich der Klein Nordender ganz allein erkämpft. Diedrichsens Vater war Architekt und hatte für seinen Sohn andere berufliche Pläne. Doch als die Eltern zur Kur waren, ging der Filius zur Kunstschule und bestand die Aufnahme-prüftmg. So nahm das Künstlerschicksal seinen Lauf. Mit Zugbildem will sich Diedrichsen übrigens zukünftig „eher nicht mehr beschäftigen“. „Ich versuche, malerischer zu werden“, kündigt er an. Carsten Wittmaack

aus den Elmshorner Nachrichten vom 13.10.2017

Leidenschaft für das Sammeln

BRIEFMARKEN Zum Großtauschtag kamen rund 50 Sammler aus Hamburg und Schleswig-Holstein nach Klein Nordende

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KLEIN NORDENDE „Ein bisschen weiter rein, da ist ja fast nichts drauf auf der Marke“, Johannes Konetzny passt genau auf, wie der Postbeamte seinen Stempel platziert. Schließlich handelt es sich um einen Sonderstempel, und Konetzny ist Briefmarkensammler. Er kauft gleich zwei Umschläge samt Sonderstempel: Einen wird er an einen Sammlerkollegen schicken, den anderen zu Hause ins Album heften.

Matthias Schwarz, der Mann hinter dem Tresen, bewahrt die Ruhe und setzt den zweiten Stempel exakter. Er weiß, dass er es hier mit Liebhabern zu tun hat, sein Sonderschalter ist beim Großtauschtag des Briefmarken-Sammler-Vereins Elmshorn aufgebaut. Außer dem Sonderstempel, der eigens für diese Veranstaltung entworfen wurde, hat Schwarz Briefmarken dabei. In einer normalen Postfiliale gibt es nur ein Grundsortiment an Marken, aber Schwarz hat alle aktuellen: 500 Jahre Reformation, 200 Jahre Fahrrad, 50 Jahre Farbfernsehen. Johannes Konetzny deckt sich mit Vorräten ein: „Wenn das Postamt nicht genügend Umsatz macht, müssen wir das bezahlen“, erzählt er: Dann muss der Verein Geld ausgeben, damit Matthias Schwarz mit seinem Sonderschalter und -Stempel erscheint.

en 061017b40 bis 50 Sammler sind am Sonntag ins Gemeindezentrum Klein Nordende gekommen. Viele von ihnen haben einen Trolley dabei, um ihre vielen Alben zu transportieren. Sie kommen aus der Region zwischen Kiel und Hamburg und die allermeisten sind ältere Männer: „Das ist schon das Problem heute beim Briefmarkensammeln“, sagt Jürgen Reinstrom aus Klein Nordende. Er ist 70, Vorsitzender des Vereins, sammelt seit 60 Jahren und hat weder seinen Sohn noch seinen Enkel für sein Hobby begeistern können: „Obwohl das so eine lehrreiche Geschichte ist“. Er nennt als Beispiel Myanmar. Als Sammler mit entsprechendem Schwerpunkt wisse man, dass dieser Staat früher Burma oder Birma hieß und englische Kolonie war. Immerhin, heute hat Reinstrom einen Vater mit seinem Sohn getroffen, der seit zwei Jahren sammelt: „Dem haben wir Briefmarken geschenkt“.

en 061017cNormalerweise wird allerdings getauscht oder gehandelt. Kurt Kieblich hofft dabei immer wieder auf den großen Wurf: Der Elmshomer hat ein Album dabei mit allen Briefmarken des Dritten Reichs. „Der Michel-Preis liegt bei 21 000“, erklärt er, für 8 bis 9 000 Euro würde er es verkaufen. Der „Michel“ ist ein Briefmarkenkatalog, in dessen diversen Ausgaben so gut wie alle Briefmarken der Welt verzeichnet sind, inklusive Wertangaben.

Diese Preise bezahlt allerdings niemand, sagt Kieblich, üblich seien Kurse um die 30 Prozent der Michel-Angabe. Deutschland hat Kieblich ebenfalls komplett, genauso wie sein Spezialgebiet Vatikanstaat. Dort erscheinen allerdings laufend neue Mar-
ken. Die könnte Kieblich sich quasi im Abo zuschicken lassen, um seine Sammlung stets aktuell und komplett zu haben; aber das wäre „unsportlich“, findet er: „Es ist interessanter, wenn man sich trifft und tauscht“. Darum sucht er auch immer weitere Vatikan-Marken: Die tauscht er bei Gelegenheit ein, aus seinem kompletten Vatikan-Album nimmt er dafür keine Marken heraus.

„Eigentlich bin ich Münzsammler“, sagt Kieblich, aber mehr als eine Million Briefmarken besitzt er auch: „Ich habe mein Zimmer für mich mit Regalwänden, da kommt die Frau nicht ’rein“. Kieblich sammelt „nur postfrisch“, also ungestempelte Marken.

Reinstrom hat die Marken der Bundesrepublik ebenfalls komplett, seine sind allerdings sämtlich gestempelt. Und weil er das Gebiet voll hat, sammelt er inzwischen in einem neuen: Ihm sind alle Marken willkommen, die einen Elmshomer Poststempel tragen. „Da bin ich gerade eben fündig geworden“, strahlt er: Ein Vereinskollege hat ihm welche vermacht. Zum Sammeln gehört das Jagen, findet Reinstrom: „Da ist man hinterher. Man möchte ja das, was einem fehlt, vollständig haben“. Jann Roolfs

aus den Elmshorner Nachrichten vom 06.10.2017