Ziegen pflegen Liether Kalkgrube

KLEIN NORDENDE Eine Ziegenherde mit 60 Tieren lebt derzeit im Naturschutzgebiet Liether Kalkgrube, um die Landschaft dort noch bis September zu pflegen. Darauf weist die Kreisverwaltung Pinneberg hin und bittet darum, die Tiere, die in einem Elektro-Weidezaun eingehegt sind, weder anzufassen noch zu füttern. Die Ziegen sollen in der Liether Kalgrube die Kraut-und Grasflur beweiden, um einerseits dafür zu sorgen, dass die geologischen Aufschlüsse sichtbar bleiben und andererseits auch die licht- und wärmeliebenden Blütenpflanzen dort erhalten bleiben, die Insekten als Nahrung dienen.    kmv

aus den Elmshorner Nachrichten vom 27.07.2017

6o Ziegen pflegen die Liether Kalkgrube

(Klein Nordende/mm) Ziel ist es, wichtige geologische Aufschlüsse weiter sichtbar zu machen und die Lebens grundlage licht- und wärmeliebender Blütenpflanzen zu erhalten.

Dafür setzt der Kreis Pinneberg wiederholt Ziegen zur Landschaftspflege in der Liether Kalkgrube ein. Bis Anfang September sorgt dort eine 60-köpfige Herde dafür, dass der
mehrjährige Gehölzbestand an den steilen Hangabschnitten reduziert wird. Außerdem weiden die Tiere die Kraut- und Grasflur nachhaltig ab.

„Die Tiere sind mit einem Elektro-Weidezaun eingehegt und dürfen keinesfalls gefuttert oder angefasst werden“, weist Oliver Carstens, Pressesprecher des Kreises, auf den Umgang mit den Ziegen hin.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 26.07.2017

Dicke Brocken und viel Sand

FOLGE 2 Mit dem Wechsel aus Eis- und Wärmezeiten entsteht aus einem einstigen Meer das heutige Schleswig-Holstein

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KLEIN NORDENDE Entstanden aus Schutt und Sanden: So muss man den Kreis Pinneberg bezeichnen. Ursprünglich gab es Schleswig-Holstein überhaupt nicht. Ein großes Meer bedeckte unsere nördlichen Breiten auch zwischen der heutigen Nord- und Ostsee, und in unserem Kreis zog sich eine langgestreckte Insel in nordwestliche Richtung. Diese ist noch immer vorhanden, wenn auch durch jüngere Schichten abgedeckt und tritt in Klein Nordendes Kalkgrube zu Tage.

Auch heute noch wandert der magnetische Nordpol ständig an andere Orte, und die Erde schwankt in ihrem Drehungswinkel, sodass wir auch in Zukunft mit fundamentalen Klimaänderungen rechnen müssen. Vor mehr als 250000 Jahren stand der Raum nördlich der Elbe lange Zeit im zur Sonne ungünstigen Winkel. Gigantische Eismassen bildeten sich erstmals nachweislich im nordischen Bereich und drangen gen Süden, bedeckten möglicherweise zum ersten Mal ganz Nordcuropa in einer Mächtigkeit von mehreren Kilometern. Was immer Land war, wurde durch die schweren Massen niedergedrückt, einschliesslich Norwegens Gebirge. Es war die Elster-Eiszeit, die mit Gewissheit als drittletzte Kälteperiode Tausende von Jahren jedes Leben verdrängte, ehe sie von einer Warmzeit abgelöst wurde, ohne jedoch bewohnbares Land zu hinterlassen.

Mit dem Eis-Rückzug entstanden Urstromtäler

Ein erneuter Kälteschub folgte mit der Saale-Eiszeit, die für wesentliche Landschaftsveränderungen im norddeutschen Raum verantwortlich war und auch den gesamten Bereich, in dem heute der Kreis Pinneberg liegt, mit einer gewaltigen Eisschicht bedeckte. 75 000 Jahre dauerte diese Zeit, während der gigantische Massen an gepresstem Eis, vergleichbar mit Grönland, auf dem zusammenhängenden Bereich der Nord- und Ostsee lastete und große Mengen an Sanden und Schotter mit sich brachte, was bis vor 150 000 Jahren anhielt.

Beim Rückzug der Saale-Eiszeit wurden riesige Gletscher an den abschmelzenden Randgebieten gebildet, Rinnsale bildeten große Flüsse, die sogenannten Urstromtäler, die zur Nordsee hin entwässerten. Große Mengen an Sanden wurden herangeblasen und füllten Senken oder häuften sich zu hohen Dünen auf. Selbst auf dem Eis wurde in Tausenden von Jahren eine Sandschicht aufgehäuft, die nach dem kompletten Abschmelzen auf den aufgeriebenen zerschlissenen Boden sank. Jedes Jahr sind die eiszeitlichen Geschiebe etwa 30 Zentimeter voran gekommen. Nur langsam bildete sich eine erste Vegetation aus Moosen und Flechten, erste Humusse entstanden, worauf schliesslich bei günstigen Verhältnissen Zwergbirken und Weiden erste niedrige Waldungen bilden konnten.

Noch heute gibt es bei Holm Wanderdünen

Für den Kreis Pinneberg ist vor allem interessant, dass wir heute auf saaleeiszeitlichem Boden leben, da das 45000 Jahre später folgende Weichsel-Glazial nur noch Ostholstein erreichte. Das heißt, dass auch die großen Säugetiere am Eisrand und dem gesamten Kreis Pinneberger Gebiet zumindest im Sommerhalbjahr nördlich der Elbe die Landschaft besiedelten. Vor allem die Geestbereiche wurden von einer Eiszcitflora und Fauna bedeckt, die als Moränen oder sogenannte Holme auch teils weit in die Marsch hincinragtcn. Ortsnamen wie beispielsweise Holm, Uetersen (Ueterst End), Klostersande oder Horst weisen auf solche Halbinseln hin. Noch heute gibt es in den Hol-mer Sandbergen Wanderdünen. Dünenlandschaften findet man besonders auch im Liether Stadtpark bei Elmshorn, deren Form Ausblasungstäler sind, geformt von den zumeist westlichen Winden.

Tausende von Jahren transportierte das Eis wahrlich gigantische Geröllmassen aus Skandinavien, wo sich der 3000 Meter dicke Kem der Eiszeit befand, in die Region und häufte cs zwischen Nord-und Ostsee an, was zur Bildung von Schleswig-Holstein führte. Auch im Kreis Pinneberg leben wir auf skandinavischem Boden. Besonders beeindrucken die oftmals gewaltigen Findlinge, riesige Felsblöcke verschiedener Gesteinsarten, die den östlichen Kreis auf der Geest vielfältig bedecken, soweit man sie noch nicht zerschlagen und verarbeitet oder weggeschafft hat. Ob der „Alte Schwede“ in Ovelgönne oder der Findling in Weddelbrook: Beide imponieren durch ihre Größe.

Interessant ist auch eine Rinne von der Geest herab ins Liether Moor hinein, die völlig mit Findlingen aller Größenordnungen aufgefüllt ist und dicht unter der Grasnarbe verläuft. Auf dem Eis herbeigetragen und schließlich von Schmelzwassermasscn angespült, stauten sie sich in einer Abflussrinne, direkt an einem ehemaligen See, der sich langsam in ein Moor verwandelte. Wer sich jedoch genauer mit den verschiedenen Findlingen auseinander setzen möchte, sollte es in der Liether Kalkgrube tun, wo sich auch ein Findlingsgarten befindet, Funde aus der Elbe, die nun hier in interessanten Exemplaren ausgestellt sind. Eine Schautafel mit Erklärungstext veranschaulicht, welchen Weg der jeweilige Gesteinsblock zurückgelegt hat. Sind sie identisch mit einem bestimmten Felsgebiet in Schweden, so stammen sie aus jener nordischen Gegend und sind über die Ostsee geschlittert, ehe sie im Urstromtal der Elbe das Ende ihrer Reise erreichten.

Der Fluss war damals außerordentlich breit und reichte bis unmittelbar an die Geest. Fährt man von Wedel über Uetersen nach Elmshorn, so kommt man ständig den Hang entlang, der den Übergang zwischen Marsch und Geest bildet. In Jahrtausenden lagerten die Elbwässer unterschiedliche Sande ab, mitgebracht vom Oberlauf im Landinneren, heran gespült von Schmelzwasserströmen der nahen Gletscher oder durch Ebbe und Flut vermischt. Imposant ist auch der hohe Elbhang, eine Moräne, die bei Schulau beginnt, sich bis tief nach Hamburg hinein zieht und bei Bergedorf noch weiter gen Osten führt.

Die Eismauer zog nach Skandinavien zurück

Die bisher letzte Eiszeit des Weichselglazials endete vor etwa 10000 Jahren nach einer Dauer von 50000 Jahren. Sie hinterließ eine erheblich veränderte und neu gestaltete Landschaft in die Tiere und Menschen, Pflanzen und Bäume einwanderten und sich langsam immer weiter nach Norden ausbreiteten.

Zugwege von Säugetieren und Vögeln, ja selbst von Insekten, bildeten sich neu und passten sich perfekt den sich verändernden Verhältnissen an. Trotzdem starben manche aus, die ein wärmer werdendes Klima nicht überlebten. Man denke an Mammute und Wollnashömer, die ausgerechnet auf der sibirischen Wrangel-Insel noch bis vor 5000 Jahre isoliert lebten. Aber wie soll man sich gar das Verschwinden des Säbelzahntigers erklären?

Die Eismauer zog sich zurück zur Ostsee und weiter nach Skandinavien. Der Weg für eine zunehmende Besiedlung war frei. Steinzeitjäger waren die ersten Menschen, die kamen, während woanders längst die Bronzezeit Einzug gehalten hat.

Armin Püttger'den Conrad, BIOLOGE

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aus den Elmshorner Nachrichten vom 26.07.2017

 

 

 

 

 

Spendenlauf für Kinder in Tansania

KLEIN NORDENDE en 260717 1Die Summe kann sich sehen lassen: 2315 Euro haben die Jungen und Mädchen der Grundschule Klein Nordende-Lieth während ihres Lauftags erlaufen. Die Schüler hatten Eltern, Freunde, Großeltern und viele weitere Sponsoren gebeten, jede gelaufene Runde um den Sportplatz mit einer Geldspende zu honorieren. Mit einem hervorragendem Ergebnis. „Ich bin total beeindruckt“, freute sich „Mama Afrika“ Gisela Schiffmann über den Geldsegen, der für Waisenkinder in Tansania verwendet wird.

Anfang des Jahres hatte die Grundschule mit dem Projekt „Trommelzauber“ ein Stück Afrika zu Gast. Während der Projektwoche beschäftigten sich die Lehrer und Kinder mit dem afrikanischen Kontinent. Reiseberichte und Geschichten wurden gesehen und gehört, Lieder und Tänze gelernt. Neben dem Trommelprojekt, das mit einer Aufführung in der Bürgermeister-Hell-Hal-le endete, erfuhren die Schulkinder viel über Afrika. Beispielsweise, dass es vielen Kindern dort nicht gut geht. Daraus entstand der Wunsch zu helfen, berichtet Lehrerin Kirsten Hoyer. So entstand die Idee der Spendenlaufspende.

Parallel entstand der Kontakt zum Verein Karibuni und zu Schiffmann. „Uns war es wichtig, dass das Geld direkt bei den Kindern ankommt“, so Hoyer. Schiffmann, die in Tansania aufgewachsen ist, berichtete von ihrem persönlichen Bezug zu dem afrikanischen Land, der Entstehung des Waisenhauses und erzählte, dass das Geld unter anderem für Schulgeld, Unterhalt und Kleidung verwendet wird.

Als kleines Dankeschön hatte Schiffmann einen Elefanten als Glücksbringer dabei, der einen Ehrenplatz in der Schule bekommen wird. mka

www.karibuni-ev.de

aus den Elmshorner Nachrichten vom 26.07.2017

Endspurt für Protokollführer Möller

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KLEIN NORDENDE Er hat Politiker kommen und gehen sehen und ist seit 14 Jahren eine echte konstante bei allen Sitzungen der Klein Nordender Gemeindevertretung. Nun beginnt für Protokollführer Gerd Möller der berufliche Endspurt. „Im September gehe ich in den Ruhestand“, verrät er.

Während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter überraschte Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel seinen Protokollführer gleich mit mehreren Abschiedsgeschenken. Zucchinis und Gurken gab es für den Garten, Blumen fürs Gemüt und einen Essensgutschein als Dank. Am 26. Juni 2003 habe Möller das erste Mal einer Sitzung in Klein Nordende beigewohnt, „jetzt bewegst du dich auf den Ruhestand zu“, sagte Bürgermeister Schinckel.    caw

aus den Elmshorner Nachrichten vom 24.07.2017