Märchen in modernen Gewand

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KLEIN NORDENDE „Wenn Frau Holle Rheuma hat“ heißt das diesjährige Weihnachtsmärchen, das die Jugendgruppe der Barmstedter Speeldeel am Sonnabend, 16. Dezember, um 15.30 Uhr in der Klein Nordender Bürgermeister-Hell-Halle aufführt. Zum Stück: Konrad, der Sohn des Bürgermeisters, liebt die schüchterne und fleißige Schneidertochter Marie. Maries Stiefmutter möchte ihn aber lieber mit ihrer arbeitsscheuen Tochter Luise verkuppeln. Aber auch Frau Holle hat es nicht leicht. Sie wird vom Rheuma geplagt und
braucht eine Haushaltshilfe. Die Katzen Luna und Mali raten ihr zu einem Eignungstest. Damit nimmt eine turbulente Geschichte ihren Lauf.

Vor der Aufführung und in der Pause bietet der Klein Nordender Familienausschuss wieder Brezel, Kuchen und Getränke an. Die Eintrittskarten kosten drei Euro für Kinder und sechs Euro für Erwachsene und sind ab sofort in Klein Nordende beim Rewe-Markt, Dorfstraße 105, und Blumen Konetzny, Dorfstraße 127, sowie an der Tageskasse erhältlich.    mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 15.11.2017

Scharfes Zeuch - Wie ein Kurzer ohne Promille

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(Klein Nordende/rs) Erfinder Carsten Kröger hat wieder zugeschlagen. Der Klein Nordender hat ein Fruchtsaftgetränk ohne Alkohol kreiert und auf den Markt gebracht.

Sein „Scharfes Zeuch - schütteln & schlucken“ basiert auf Ingwer, Zitrone, Traubendirektsaft und Granderwasser. Käuflich kann es am n. November auf dem Martinsmarkt der Waldorfschule erworben werden. Ausgeschenkt wird es u.a. auch im „Broderick“

aus der Holsteiner Allgmeinen Zeitung vom 08.11.2017

Sie fanden den Toten im Mordfall Ruth Blaue

Leiche lag in Klein Nordende / Einer der spektakulärsten Fälle der Nachkriegszeit

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(Klein Nordende/Elmshorn/ rs) Wer den Elmshomer John Blaue 1946 erschlagen hat-seine schöne Ehefrau Ruth Blaue oder ihr Geliebter Horst Buchholz - ist bis heute ungeklärt. Fest steht: Sie wurde später wegen Mordes verurteilt. Ein Stoff, der 1963 als Stahlnetz-Folge „Das Haus an der Stör“ verfilmt worden ist. Ein Straßenfeger. Dieser ist jetzt im Klein Nordender Gemeindezentrum vor ausverkauftem Haus noch einmal gezeigt worden. Eine Resonanz, mit der auch Ulrike Weers vom ausrichtenden Kulturausschuss - sie selbst hatte die Idee-nicht gerechnet hatte. Doch Klein Nordende spielte
im Mordfall eine zentrale Rolle. Der Leichnam von John Blaue wurde dort im Sommer 1947 entdeckt. Von Günter Kröger und Gert Killisch, beide im Jungenalter. Sie kamen zur Filmvorführung und konnten sich noch lebhaft an den grausigen Fund erinnern. Nahe der Dorfstraße, am heutigen Waldweg, habe sich eine Kieskuhle befunden, so Kröger. Ein beliebter Badetreff. „Es war ein Tag wie immer", schildert Killisch. Er habe gebadet und im Wasser eine Art Beule gesehen. Beim Näherkommen „war zuerst ein Ohr zu sehen. Der Kopf guckte aus einem Sack heraus. Das war nicht appetitlich.“ So erinnert es auch Kröger.

Als zufällig sein Onkel zur Grube kam, wollte dieser gar nicht glauben, dass dort eine Leiche sei. Da habe jemand schwarz geschlachtet, habe sein Onkel gedacht, so Kröger. Er selbst habe dann einen Feuerhaken geholt und den Sack mit der Leiche an Land geholt. Eine Verbindung zu Blaue gab es zunächst nicht. Denn der Ehefrau zufolge hatte ihr Mann, der im November 1946 angeblich in die Ostzone verschwand, anders als der Tote keinen Goldzahn.

Erst 1955 führte der Draht, mit dem der Seesack verschnürt war, die Ermittler auf die Spur von Blaue und Buchholz. Denn mit solchem Draht hatte Buchholz auch seine Kunstwerke verpackt. Letzterer nahm sich in der Untersuchungshaft das Leben. Ruth Blaue bestritt danach jede Beteiligung an dem Mord mit einer Axt. Der Kieler Jurist Klaus Alberts arbeitete den Fall später in einem Buch auf. Er äußerte Zweifel, dass die Indizien gegen Ruth Blaue ausreichend waren.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 08.11.2017

Dorfstraße: Gemeinde will Tempo 30 ausdehnen

Antrag für Abschnitt Toverhuus - Sandhöhe liegt beim Kreis auf dem Tisch

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(Klein Nordende/rs) Am liebsten hätte Klein Nordende die Dorfstraße schon vor Jahren komplett als Tempo 30-Zone ausgewiesen. Doch der Kreis spielte damals nicht mit. Der Fahrzeugverkehr auf der Dorfstraße war laut Behörde zu hoch.

Als Kompromiss wurde die durchgehende Rechts- vor Links-Regelung geboren. Zudem gestand der Kreis der Gemeinde die Einrichtung von zwei kleinen 3oer-Bereichen zu: aus Elmshorn kommend kurz hinter der Tischlerei Weers wegen des Zebrastreifens und in der gefährlichen Kurve beim Toverhuus. „Dort hat es damals schwere Unfälle gegeben", weiß Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel.

Die Gemeinde hat nun jedoch Hoffnung, dass sie ihrem Ziel einer durchgehenden Verkehrsberuhigung der Dorfstraße erneut ein Stück näher kommt. Als Mittel nutzt sie die in diesem Jahr vom Bundesrat beschlossene Regelung, dass vor Schulen, Kitas und Altenheimen Tempo 30 gelten sollte. Die Gemeindevertretung Klein Nordende hat für einen Antrag an den Kreis gestimmt, den 30er Bereich beim Toverhuus bis zur Einmündung Sandhöhe zu verlängern. „Der führt am Altenheim Virage vorbei“, so Schinckel. Einer Genehmigung sollte daher aus seiner Sicht nichts entgegenstehen. „Wir warten jetzt aufs Go“, sagt der Bürgermeister.

Damit würde zwar noch nicht in allen Teilen der Dorfstraße Tempo 30 gelten. „Aber wir kommen unserem Ziel näher“, ist Schinckel überzeugt. Dann würden aus Zeitgründen mehr Bürger die B431 nutzen und nicht durch den Ort fahren. „Die Straßen in unseren Gemeinden sind für den immer weiter wachsenden Autoverkehr nicht ausgelegt, die Bundesstraße schon“, lautet die Auffassung des Klein Nordender Bürgermeisters.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 08.11.2017

Allein unter Frauen

HERBSTMARKT Mehr als 600 Besucher im Töverhuus / Nur ein männlicher Aussteller

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KLEIN NORDENDE Nachdem Sturmtief „Herwart“ in der Nacht zu gestern im Norden für ordentliche Böen gesorgt hatte, begann der gestrige Sonntag wider Erwarten mit strahlenden Sonnenschein und besehene goldenes Herbstwetter. Das zog mehr als 600 Besucher zum zehnten Kunsthandwerkermarkt ins Töverhuus in Klein Nordende. Bis 18 Uhr präsentierten die Aussteller verschiedene Bastelarbeiten rund um die Themen Herbst und Weihnachten. Es wurden unter anderem Strickwaren, Kinderspielzeug, Taschen, selbst bemalte Glaskugeln und handgeschöpfte Seifen angeboten.

en 301017bIn dem doch eher weiblich dominierten Gebiet schlägt sich Holger Bodenksi tapfer als einziger männlicher Aussteller. Er nimmt das sehr gelassen. „Ich war schon immer gern der Hahn im Korb“, schmunzelt er. Bodenski ist gelernter Tischler und fahrt mit seiner Frau regelmäßig nach Grömitz auf einen Campingplatz. Dort sammelt er die Bastelutensilien, nämlich Strandgut und Treibholz, die er für seine extravaganten Lampen und Uhren braucht. Als Teilzeitrentner schätzt er die kreative Beschäftigung: „In meinem Job war ich meist künstlerisch sehr eingeschränkt. Jetzt kann ich meiner Fantasie freien Lauf lassen, meiner Leidenschaft als Künstler nachgehen und weiterhin aktiv bleiben.“

Rumsitzen kommt auch für Ursula von Brocke und Telke Schweickhardt nicht in Fragen. Sie sind Expertinnen im Klöppeln. Dahinter verbirgt sich eine besondere Handarbeitstechnik, bei der mit Hilfe von holzgefertigten Spulen (Klöppel) und Garn verschiedenartige Muster gefertigt werden. Für Ursula von Brocke ein Leichtes: „Ich habe Textilgestaltung studiert und gebe regelmäßig Klöppelkurse an der Volkshochschule in Wedel.“

Die Organisatorinnen Rita Harms und Dörte Graber stellten den Herbstmarkt dieses Jahr nun schon zum zehnten Mal auf die Beine. Mehr als 600 Gäste kamen diesmal, um den sonnigen Herbsttag zu genießen und sich schon ein wenig auf Weihnachten einzustimmen. Sophia Conrad

aus den Elmshorner Nachrichten vom 30.10.2017