Sportler erstrampeln 4000 Euro für Stich-Stiftung

KLEIN NORDENDE Der erste Klein Nordender Indoor Cycling Marathon war ein voller Erfolg. Dass lässt sich nicht nur an den Teilnehmerzahlen ablesen, die Sportveranstaltung in der Klein Nordender Bürgermeister-Hell-Halle war restlos ausverkauft, sondern auch an dem Erlös des Charity-Indoor-Cycling-Marathons. Organisatorin Meike Petersen konnte einen Scheck über 4000 Euro an Michael Stich für die Michael Stich Stiftung für HIV- und AIDS-Erkrankte übergeben.

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Meike Petersen übergab 4000 Euro an Michael Stich für seine Stiftung für HIV-und AIDS-Erkrankte. EN   

„Vor einem Jahr entstand meine Idee, einen ersten Indoor Cycling Marathon zu starten. Hat es doch so etwas hier bei uns im Norden noch nie gegeben. Aber wo, wer unterstützt uns, gibt es genug Interessenten und nicht zuletzt wofür? Doch mit der Idee begann Schritt für Schritt die Umsetzung. Gleichzeitig entstand der Gedanke, den Erlös der Michael Stich Stiftung für HIV-und AIDS-Erkrankte zu spenden", erläutert Petersen und bedankt sich noch einmal bei allen aktiven Sportlern und Sponsoren.

Der Termin für den zweiten Indoor-Cycling-Marathon in Klein Nordende steht schon fest. Am 8. September 2012 geht es wieder los. „Alle Sponsoren und Partner haben zugesagt. Die Anmeldungen werden wieder ab Februar 2012 unter www.kumbhaka.de möglich sein", so die Organisatorin. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 28.12.2011

"Wir müssen da jetzt durch"

Klein Nordendes Haushalt weist hohes Defizit aus / Bürgermeister kritisiert Erhöhung der Kreisumlage / Vereins-Zuschüsse stabil

KLEIN NORDENDE Der Klein Nordender Haushalt weist für 2012 einen Fehlbetrag von rund 550000 Euro aus. Laufend steigende feste Kosten verursachen dieses Defizit.

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Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel beim Studieren des Haushalts 2012. MKA  

In den Monaten vor der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres waren Klein Nordendes Bürgermeister und Finanzausschussvorsitzender Hans-Barthold Schinckel und seine Mitstreiter durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Innerhalb von weniger Wochen hatten sich die Haushaltsansätze für 2012 gravierend verändert. Im September wies der Haushalt ein Defizit von rund 400 000 Euro auf, im Oktober dann schon knapp 800000 Euro. „Als wir den Haushalt im Finanzausschuss diskutiert haben, hatten wir einen Fehlbetrag von 550000 Euro. Damit müssen wir jetzt erst einmal leben", so der Bürgermeister. Grund des Verwirrspiels: Von Seiten der Verwaltung wurden die Haushaltsansätze laufend neu eingepflegt und aktualisiert und begründeten so die teilweise erheblichen Veränderungen.

Schinckel erläuterte während der Gemeinderatssitzung die Eckdaten der Haushaltssatzung. Schule, Kindergarten, Löhne und Gehälter sind die größten Ausgabenposten. Des Weiteren die Amtsumlage mit 346 000 Euro sowie die Kreisumlage. Die Kreisumlage, die im kommenden Jahr von 865 000 auf 941000 Euro steigt, ärgert den Klein Nordender Bürgermeister besonders. „Aus unserer ,guten' Finanzlage resultiert die Anhebung der Kreisumlage. Ich verstehe nicht mehr, wo unsere Finanzlage gut sein soll", sagte Schinckel und ergänzte: „Unser Defizit treibt mir die Zornesröte ins Gesicht." Obwohl die Einkommenssteuerzuweisungen 2012 laut Prognose höher sein werden als im laufenden Jahr, wird diese Erhöhung sofort durch die Erhöhungvon Kreis- und Amtsumlage wieder aufgefressen. „Das Geld, dass wir mehr bekommen sollen, ist gleich wieder weg", erklärte Schinckel.

Der Bürgermeister stellte fest, dass auf Dauer die festen Kosten nicht aus den laufenden Einnahmen zu finanzieren sind. Immer wieder müsse die Gemeinde ihr Tafelsilber verkaufen, um die laufenden Kosten, die zu tragen die
Gemeinde verpflichtet ist, zu decken. „Wir müssen da jetzt durch", stellte Schinckel sichtlich resigniert fest.

Auch der Konsolidierungsausschuss konnte keine gravierenden Einsparungsmöglichkeiten finden. „Wir haben mehrmals zusammen gesessen und immer wieder festgestellt, dass es kaum noch Sparmöglichkeiten gibt. Schule und Kindergarten sind feste Kosten. Wir verzichten allerdings darauf, Haushaltsreste zu übertragen", erläuterte der Bürgermeister und machte deutlich, dass bei den freiwilligen Leistungen für die Klein Nordender Vereine nicht gespart werden soll. „Unsere 15 Vereine bekommen pro Jahr zusammen knapp 23 000 Euro. Die Vereine brauchen dieses Geld. Wenn wir diese Mittel streichen, dann treffen wir garantiert die Falschen. So lange wir nicht gezwungen sind, diese Gelder zu streichen, machen wir es nicht", betonte Schinckel. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 21.12.2011

Nie mehr dicke Luft in Heidgraben?

Abwasserzweckverband schließt Sanierungsarbeiten ab und nimmt neue Biofilteranlage im Liether Moor in Betrieb

KLEIN NORDENDE/HEIDGRABEN In Heidgraben soll es nie wieder dicke Luit geben. So kündigt es der Abwasserzweckverband Südholstein (AZV) an, dessen Sanierung des Nebensammlers Nord in Heidgraben mit dem Abbau der so genannten Fäkalienpipeline in seine Endphase gegangen ist. Vor einem Jahr war der Nebensammler Nord in Elmshorn vom Heidmühlenweg bis zur Morthorststraße und in Klein Nordende entlang des Nordender Wegs saniert worden, nächstes Jahr gehen die Arbeiten von der Heidgrabener Ortsgrenze in Richtung Uetersen weiter.

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So funktioniert die neue Biofilteranlage: Mit ihrer Hilfe sollen unangenehme Düfte der Vergangenheit angehören. MONTAGE: AZV

„Wir haben im Liether Moor eine Biofilteranlage in Betrieb genommen, die dafür sorgt, dass unangenehme Gerüche entlang des Nebensammlers Nord der Vergangenheit angehören", verspricht Hilmar Poschmann, Projektleiter der Sanierungsmaßnahmen für den Nebensammler Nord beim AZV. „Dafür pumpen wir vom Elmshorner Heidmühlenweg bis zum Wiesengrund in Heidgraben aus zwei Richtungen die Abluft aus dem Sammler ab und behandeln sie biologisch, bevor sie wieder in die Umwelt entlassen wird." Das Abwasser, das sich auf dem Weg nach Hetlingen durch das Liether Moor arbeitet, stammt aus Elmshorn, Horst, Kiebitzreihe sowie Raa-Besenbek und bringt verschiedenste Gerüche mit sich. Welche das sind, wurde vorher ermittelt und die Mischung in der Biofilteranlage darauf ausgerichtet. Für den Bau der Rückhalte- und Ausgleichsbecken und die Abluftbehandlungsanlage hat der AZV rund drei Millionen Euro investiert.
te dauern, bis die Anlage optimal arbeitet", sagt Michael. Kampf, der für den Betrieb des Biofilters verantwortlich ist. „In der Zeit bilden sich die Mikroorganismen, die die Gerüche zersetzen und verringern. Wie schnell das passiert, ist unter anderem von den Temperaturen abhängig. Milde Temperaturen begünstigen diesen Prozess."

Nicht nur mit der Biofilteranlage sorgt der AZV für bessere Luft: „Auf den etwa 2,5 Kilometern von Klein Nordende bis kurz hinter Heidgraben befanden sich 32 Schächte. Zwei davon waren noch völlig in Ordnung, 20 haben wir saniert und zehn Schächte, also rund ein Drittel, wurden zurückgebaut. Die gibt es also nicht mehr", erklärt Miriam Fehsenfeld, Pressesprecherin des AZV. Und Poschmann ergänzt: „Wo weniger Öffnungen sind, können auch keine Gerüche mehr austreten. Wir haben die noch vorhandenen Schächte gasdicht gebaut und zahlreiche Haushalte mit Biofiltern ausgestattet. Damit sollte für Heidgraben jetzt eine deutliche Besserung eintreten."

Für die Elmshorner soll, so Fehsenfeid, die Inbetriebnahme des Biofilters keine direkten Auswirkungen haben. Denn auf der 1,4 Kilometer langen Strecke durch Elmshorn, die im vergangenen Jahr saniert wurde, wurde die Zahl der Schächte bereits von 18 auf 14 reduziert. „Auch hier wurden die noch vorhandenen Schächte gasdicht verschlossen, so dass sich auch in diesem Bereich entlang des Sammlers in der Regel keine Geruchsbelästigungen mehr ergeben sollten", sagt Miriam Fehsenfeid.

Neu ist dagegen, dass die Abluft, die zuvor ungereinigt nach Hetlingen weitergeleitet wurde, jetzt in den Biofilter im Liether Moor eingespeist wird. „Sollten jedoch irgendwo an dem überregionalen Kanalnetz Geruchsbelästigungen auftreten", ergänzt Michael Kampf, „möchten wir darüber informiert werden. Wer immer etwas riecht, sollte uns anrufen, damit wir dem nachgehen und so eventuell undichte Stellen entdecken können." Die Zuständigkeit des AZV liegt hierbei allerdings nur bei den Sammlerkanälen und den Zuleitungen aus den Pumpwerken vor Ort. „Für das eigentliche Ortsnetz, also die Kanalisation in sämtlichen Straßen der Städte und Gemeinden, sind wir nicht verantwortlich," schränkt Miriam Fehsenfeid den Aufruf ein. Anke-Suzan Behrmann

aus den Elmshorner Nachrichten vom 17.12.2011