Eine Ampel für die Schulstraße?

GEMEINDERAT KLEIN NORDENDE Politiker sehen neue Chance für eine Lichtzeichenanlage / Thema geht in den Wegeausschuss

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KLEIN NORDENDE Schon seit langem bemüht sich die Gemeinde Klein Nordende um eine Ampel vor der Schule an der Schulstraße. Bisher wurden entsprechende Anträge stets auf höherer Ebene abgelehnt. Die Argumente: Zu wenige Autos würden die Schulstraße befahren, und auch die Schülcrzahlen würden keine Ampel rechtfertigen. Nun wollen die Gemeindevertreter einen neuen Anlauf wagen - und zwar auf Basis aktueller rechtlicher Vorgaben, nach denen Lichtzeichenanlagen, 30er Zonen und sogenannte Querungshilfen in Form einer Mittelinsel vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen zum Regelfall werden sollen.

„Eine Tempo-30-Zone vor der Schule haben wir bereits“, sagte Klein Nordendes Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel während der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Nun aber wolle man die Chance nicht ungenutzt lassen, sich erneut um eine Ampel oder eine Straßeninsel zu bemühen. Die Politikerrunde schloss sich dieser Sichtweise einstimmig an. Als nächstes soll sich der
Wegeausschuss des Themas annehmen und über mögliche weitere Schritte beraten.

Nicht recht weiter geht es derzeit beim Baugebiet alte Ziegelei. „Boden, Lärm, Verkehrsanbindung“, zählte Schinckel die Hauptgründe auf. Problemloser laufe es am Ziegeleiweg. Dafür hakt es beim Bebauungsplan 33 am Auenland. Dort sind acht
Wohneinheiten geplant, doch noch konnte die Gemeinde die betreffende Fläche nicht kaufen. Im August gehe es in die nächste Verhandlungsrunde mit den Besitzern, kündigte Schinckel an. Gebraucht würden die Bauplätze dringend. Über 200 Anfragen seien bereits von Bauintercssierten aufgelaufen. Ein deutliches Indiz,
wie beliebt der Wohnort Klein Nordende ist.

Schon vor Jahren wurden die Hauptleitungen im Ort geprüft. Nun sollen auch die Abzweigungen an die Reihe kommen. Notwendig wird dieser Schritt im Zuge der Selbstüberwachungsverordnung (SÜVO). Innerhalb von Wasserschutzgebieten sind alle Hausanschlussleitungen zu befahren und zu begutachten. Die Gemeinde Klein Nordende hat bereits im Rahmen der Gebührenkalkulation einen Betrag in Höhe von 100000 Euro für die Kontrolle der Hausanschlussleitungen bereit gestellt. Geplant ist, dass rund 70 Prozent aller Hausanschlüsse noch in diesem Jahr untersucht werden. Carsten Wittmaack

aus den Elmshorner Nachrichten vom 22.07.2017