Über den Sieg entschieden Millimeter

SCHÜTZENFEST Ingrid Cords ist neue Königin bei Weidmannsheil Klein Nordende-Lieth

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KLEIN NORDENDE Die Schützenbruderschaft Weidmannsheil Klein Nordende-Lieth hat eine neue Königsrotte: Schützenkönigin Ingrid Cords, 1. Ritter: Daniela Vollstedt, 2. Ritter Jens Grüger. Die elf Schützen, die auf die Königsscheibe geschossen hatten, machten es spannend.

Mit Maßband und Zirkel musste die Auswertung erfolgen, berichtete die Vorsitzende der Schützen, Kathrin Heilmann, bei der Proklamation. Gleiches galt für die neue Jugendrotte. Hier sagte Heilmann: Die sieben, die auf die Scheibe geschossen haben, wollten unbedingt König werden. Die Jugendrotte besteht aus Jungschützenkönig Jan Schlüter, 1. Ritter Andre Mangold, 2. Ritter Jonas Vollstedt.

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Mindestens ebenso spannend und ausgesprochen witzig war der Kampf um die Bürgerschützenkönigswürden. Zwei Klein Nordender Familien kämpfen nahezu jedes Jahr darum, Bürgerschützenkönig und in diesem Jahr erstmals auch Jugendbürgerschützenkönig zu werden.

„Das ist das Klein Nordender Familienduell“, erklärten Frank Trieder und Thomas Stehr lachend. Die beiden trennten beim Schuss auf die Bürgerschützenscheibe nur Millimeter. „Ich habe doch nur drauf gehalten“, sagte Stehr anschließend. Der Kulturausschussvorsitzende Andreas Kamin kommentierte mit Blick auf das Familienduell: „Das ist vielleicht eine gute Strategie fürs nächste Jahr.“ Während Stehr das Duell beim Schießen auf die Bürgerschützenscheibe gewann, war es bei den Jugendlichen genau andersherum. Hier gewann Sohn Marco Trieder, während Neffe Tobias Stehr das Nachsehen hatte. Kommentar von Tobias Stehr: „Nächstes Jahr darf ich nicht mehr auf die Jugendscheibe schießen, dann mache ich den Erwachsenen Konkurrenz!“ Andrea Trieder, die das Bürgerschützenkönigsamt 2016/2017 inne hatte und sich deshalb in diesem Jahr am Wettbewerb nicht beteiligen durfte, ergänzte lachend: „Das werden wir ja sehen. Ich darf nächstes Jahr auch wieder schießen.“

Mit von der Partie beim Duell um den Klein Nordender Bürgerschützenkönig war auch Tobias Mutter Sylvia. Sie kommentierte den Wettstreit augenzwinkernd: „Ich habe auf den Beginn des Weges im Liether Moor (die Bürgerschützenscheibe zeigt das Moor und den neuen Naturlehrpfad) gezielt und erwartet, dass Frank mich dort abholt.“

Nicht abgeholt, aber abgelöst hatte Frank Trieder dann Sylvia Stehr beim Wettbewerb „Pokal der ehemaligen Bürgerschützenkönige“. 2015 und 2016 hatte Sylivia Stehr den begehrten Pokal gewonnen, in diesem Jahr ging der „Staubfänger“ wie beide die Auszeichnung liebevoll bezeichnen, an Frank Trieder. „Den Pokal habe ich Dir gegönnt. Jetzt musst Du ihn putzen!“, lachte Sylvia Stehr. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 19.06.2017

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