Klein Nordender wandert für guten Zweck

ELMSHORN/KLEIN NORDENDE Eine Woche lang ist der Klein Nordender Philipp Raabe (Foto) quer durch Schleswig-Holstein gewandert. Auf seinem 220 Kilometer langen Weg von Flensburg nach Elmshorn warb der 25-Jährige für Spenden für Oxfam Deutschland, eine globale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation. Über seine Erlebnisse  und Eindrücke sprach er mit unserer Zeitung.

Am Ende sei er zwar froh gewesen, endlich das Ziel in Elmshorn erreicht zu haben - Pläne für neue Touren gibt es aber bereits.

Für den guten Zweck durchs Land

FERSENGELD Der Klein Nordender Student Philipp Raabe wandert 220 Kilometer und ruft zu Spenden für Oxfam Deutschland auf

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Nach mehr als 220 Kilometern Fußmarsch blieb bei Philipp Raabe am Ende die Erkenntnis: Gute Socken sind durch nichts zu ersetzen. Eine Woche lang war der 25-jährige Klein Nordender unter dem Motto „Schleswig-Holstein von Nord nach Süd“ für den guten Zweck auf Schusters Rappen unterwegs. Gestartet in Flensburg, führte der Weg des Studenten, der Soziale Arbeit in Kiel studiert, in jeweils 25 bis 45 Kilometer langen Etappen über Schleswig, Husum, Tönning, Heide, Friedrichskoog und Brunsbüttel zurück in seine Heimat nach Elmshorn.

Über seine Erlebnisse und Eindrücke berichtete Raabe dabei regelmäßig im Internet unter dem Seitennamen „Fersengeld“ bei Facebook sowie auf seiner Website www.fersengeld.blog. „Die Idee dazu ist im Frühjahr entstanden. Deutschland durchwandern, Menschen begegnen und dabei auch noch Gutes tun, das sind die Eckpfeiler für das Projekt Fersengeld“, erläutert Raabe, der mit dieser Aktion zu Spenden für Oxfam Deutschland, einer globalen Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, aufruft.

Gerade aber auch der Kontakt mit Land und Leuten waren ihm dabei wichtig. „In den ersten Tagen bin ich beispielsweise mit Björn aus Tomesch unterwegs gewesen. Er hatte in der Zeitung von meinem Vorhaben gelesen und spontan seine Sachen gepackt, um mich ein Stück des Weges zu begleiten“, berichtet Raabe. Übernachtet wurde in Jugendherbergen und Pensionen, aber auch inmitten von Studenten-WGs und Familien, die auf seine Aktion aufmerksam wurden und ihm über die sozialen Medien Schlafgelegenheiten anboten.

en 220817b„Es war toll zu erleben, dass völlig fremde Menschen mich zu sich ins Haus einladen und ein Bett anbieten. In Heide sind wir von unserer Gastgeberin morgens mit frischen Pfannkuchen geweckt worden, sowas vergisst man nicht.“ Auf der anderen Seite waren es die kilometerlangen Strecken entlang des menschenleeren Nordseedeichs, die Zeit zum Nachdenken und zur inneren Ruhe boten.

Im Elmshomer Steindammpark wurde Raabe am Ende der 45 Kilometer langen Schlussetappe schließlich von seiner Familie in Empfanggenommen. „Ich bin kein besonders geübter, regelmäßiger Wanderer und die Blasen haben sich hartnäckig an meinen Füßen gehalten. Natürlich war ich froh, am Ziel angekommen zu sein. Aber schon wenige Stunden später, beim Grillen mit meiner Familie im heimischen Garten, kam bei den Erzählungen schon wieder ein wenig Wehmut auf“, sagt Raabe. Für ihn ist das Projekt Fersengeld noch lange nicht Geschichte.

Ideen für weitere Touren gebe es zur Genüge: „Vorstellen könnte ich mir auch Themenwanderungen, beispielsweise im Advent zu Weihnachtsmärkten in verschiedenen Städten.“    Kay Stieler

SPENDENAKTION ZUM PROJEKT

Philipp Raabe bittet um Spenden für das Oxfam Deutschland: Oxfam Deutschland e.V.

IBAN: DE87 3702 0500 0008 0905 00 BIC: BFSWDE33XXX

Bank für Sozialwirtschaft Verwendungszweck „Fersengeld“, mehr zum Projekt „Fersengeld“ unter:

facebook.com/fersengeldwanderer oder www.fersengeld.blog

aus den Elmshorner Nachrichten vom 22.08.2017

 

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